Krisenchat
Wie treffen uns die Russland-Sanktionen?

Die EU hat harte Sanktionen gegen Russland beschlossen. Was bedeutet das für Unternehmer, Anleger, Verbraucher und Reisende? Schreiben Sie uns: Unsere Experten beantworten die wichtigsten Fragen.
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DüsseldorfLange hat die EU mit Sanktionen gegen Russland gezögert. Zu groß war die Angst vor einer weiteren Eskalation der Krise. So warnte der Chef des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, vor massiven Folgen. „Wer Sanktionen gegen Russland fordert, setzt nicht zuletzt 300.000 Arbeitsplätze in Deutschland aufs Spiel. Der Gewinner bei einem deutsch-russischen Schlagabtausch hieße China“, sagte er Ende Juli.

Inzwischen sind die Sanktionen Realität. Nach dem Abschuss der malaysischen Passagiermaschine über der Ostukraine verständigten sich die EU-Länder in der vergangenen Woche auf Exportverbote und Beschränkungen für vier Branchen.

Künftig dürfen keine Rüstungsgüter zwischen Russland und der EU gehandelt oder Produkte zur zivilen wie auch militärischen Verwendung nach Russland exportiert werden. Russische Banken mit einer staatlichen Beteiligung von mehr als 50 Prozent können zudem keine neuen Wertpapiere in der EU verkaufen. Darüber hinaus gilt ein Exportstopp für Hochtechnologie-Geräte, vor allem im Bereich der Ölförderung. Ausgenommen sind aber Produkte für die Erdgasförderung. Die Maßnahmen sollen auf ein Jahr begrenzt werden, eine erste Überprüfung soll nach drei Monaten erfolgen.

Doch was bedeutet das konkret: Mit welchen Einschränkungen im Handel mit Russland müssen die Unternehmen rechnen? Was sollten Anleger beachten? Und was kommt auf Verbraucher und Russland-Reisende zu?
Schreiben Sie uns Ihre Fragen per Mail via hb.experten@vhb.de, auf unserer Facebook-Seite oder bei Twitter an @handelsblatt mit dem Hashtag #Experten. Am Mittwoch ab 14 Uhr wollen wir Ihre Fragen beantworten

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Mallien Jan
Jan Mallien
Handelsblatt / Geldpolitischer Korrespondent
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Krisenchat: Wie treffen uns die Russland-Sanktionen? "

Alle Kommentare

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  • Die US-Antirusslandhetze erinnert mich an die fadenscheinige Begründung weshalb die USA nun unbedingt im Jahr 2003 im Irak einmarschieren musste; billige Zeichnungen mit selbstgemalten LKW, die scheinbar gefährliche Waffen transportieren (Saddam Hussein).

    Einfach nur lächerlich!

    Natürlich wird Deutschland viel Geld im Russland-Geschäft verlieren. Das ist von den USA gewollt!

    +++ Nieder mit den US-Imperialisten +++ Stoppt den Wahnsinn! +++

  • Die aktuellen Sanktionen die Deutschland gegen Russland im rahmen der EU-Sanktionen treffen musste sind nicht gegen Russland gerichtet sondern gegen Deutschland selbst. Es gibt nur ein Land das Interesse daran hat das die guten Deutsch-Russischen Beziehungen gelähmt werden, das sind die USA. Wie immer versuchen die USA die Deutsche Wirtschaft zu schädigen, daher haben wir heute die Niedrigzinsen von Draghi (Goldman Sachs Mann), Die ganzen Rettungsschirme, die überwiegend von Deutschland gefüllt und gesichert werden, Wirtschaftsspionage durch die NSA usw. Der Geldelite in New York ist es ein Dorn im Auge, das trotz all dieser Sanktionen die Wirtschaft immer noch läuft, während die USA absaufen... da gibt es kaum noch produktive Unternehmen, sondern die leben nur noch von der Finanzmacht und auch die ist gefährdet. Daher kann Obahma auch so für Sanktionen gegen Russland eintreten, er schadet damit den USA nicht da die ohnehin kein Business mit Russland haben was relevant wäre und die Freunde der alten Allianz (GB, Frankreich) haben sich vorher Ihre Waffengeschäfte noch absichern lassen, während Gabriel unsere Firmen sofort boykottieren lässt. Man kann nur hoffen das der Konflikt recht schnell beigelegt ist und die Beziehungen zu Russland nicht zu sehr leiden. Auf Firmenlevel ist das alles kein Thema, das ist nur Merkel & Co. die in braver Folgsamkeit für die Geldelite New Yorks arbeitet... ein Blick auf die Namen der Inhaber dieser ganzen Banken und Hedgefonds sagt vieles...

  • De ja vu: "Münchner Neueste Nachrichten vom 5.8.1914 "Achtung! Russengift" Heute vor 100 Jahren in der Zeitung: In München freuen sich Soldaten darauf Russen zu "hauen" und die SZ-Vorgängerin warnt vor Vernichtungsplänen der Feinde Deutschlands. In Berlin finanziert der Reichstag den Krieg - und vor der britischen Botschaft regnet es Geld und Sand."
    http://www.sueddeutsche.de/politik/muenchner-neueste-nachrichten-vom-achtung-russengift-1.2077662

    Ich hoffe sehr, daß es "nur" bei monetären Verlusten bleibt und dieser Irrsinn nicht auch noch zusätzliche Menschenleben "kostet".

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