Krisengipfel in Berlin
Die große Allianz der Griechenland-Gläubiger

Grexit oder Rettung – koste sie, was es wolle? In Berlin scharte Angela Merkel das Who-is-who der Griechenland-Geldgeber um sich: Hollande, Lagarde, Juncker, Draghi. Ihr Ziel: Eine gemeinsame Position im Schuldenstreit.
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BerlinZur Lösung des Schuldenstreits mit Griechenland haben sich Spitzenvertreter aus der EU bis tief in die Nacht mit den Chefs von IWF und EZB in Berlin getroffen. Zu dem bereits bekannten Termin von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Francois Hollande und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker im Kanzleramt gesellten sich kurzerhand EZB-Präsident Mario Draghi und IWF-Chefin Christine Lagarde. Damit waren alle wichtigen Entscheidungsträger in der Griechenland-Frage vereint.

Nicht in Telefonkonferenz-Konferenzen – sondern demonstrativ an einem Tisch. Ziel der Gespräche sei es gewesen, eine gemeinsame Position zu definieren, über die man mit Griechenland verhandeln könne, sagte ein mit den Verhandlungen vertrauter EU-Vertreter. Eine Lösung in dem Schuldendrama gibt es allerdings noch nicht zu verkünden: Daran müsse weiter hart gearbeitet werden, erklärte ein Sprecher der Bundesregierung am Dienstag. In Athen hieß es: „Die griechische Regierung hat keinen Plan der Einigung seitens der Institutionen (Geldgeber) erhalten.“

Nicht mit dabei in Berlin: Griechenlands Premier Alexis Tsipras. Er wird nun die Position der Gläubiger präsentiert bekommen. Nach dem Motto: Friss oder stirb. Denn die klamme griechische Regierung ringt seit Monaten mit den internationalen Geldgebern um Reformen, die den Weg frei machen sollen für kurzfristige Hilfszahlungen von 7,2 Milliarden Euro.

Das Land muss am 5. Juni eine Kreditrate von rund 300 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) begleichen, wenige Tage später stehen weitere Zahlungen an. Insgesamt muss Griechenland im Juni rund 1,6 Milliarden Euro an den Fonds überweisen, im Juli und August werden zudem Milliardensummen an die EZB fällig.

Ob die Regierung noch über Mittel dafür verfügt, ist unklar. Das aktuelle Programm für Griechenland läuft Ende Juni aus. Deutschland und Frankreich sind in der Euro-Zone die zwei größten Einzel-Kreditgeber Griechenlands. Die EU-Kommission selbst hat keine Kredite an die Regierung in Athen vergeben, ist mit dem IWF und der EZB aber Teil der Institutionen, die mit Griechenland ein Reformpaket aushandeln sollen.

Schon während der Euro-Schuldenkrise haben erst Treffen auf höchster Ebene einen Durchbruch gebracht. So konnte im März 2013 eine Einigung mit dem vom Staatsbankrott bedrohten Zypern nur erreicht werden, nachdem die EZB der Regierung in Nikosia ein Ultimatum gestellt hatte.

In den aktuellen Gesprächen auf Expertenebene zwischen Griechenland und seinen Geldgebern gab es bisher keine erkennbaren Fortschritte bei den umstrittenen Themen Arbeitsmarkt- und Rentenreform. Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras steht auch innenpolitisch unter Druck, weil die linksradikalen Kräfte seines Syriza-Bündnisses weitere Einschnitte ins Sozialsystem des Landes strikt ablehnen.

In der französische Zeitung „Le Monde“ warf Tsipras den Geldgebern am Wochenende vor, auf unzumutbaren Lösungen zu bestehen. Die „Welt“ berichtete vor Beginn des Treffens in Berlin unter Berufung auf Verhandlungskreise, dass Tsipras aber mittlerweile bereit sei, über Pensionskürzungen und ein späteres Renteneintrittsalter zu sprechen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das ist jetzt aber unser allerletztes Angebot!
    ------------------
    Wenn ihr das nicht annehmt, machen wir euch morgen ein weiteres.
    Und dann täglich ein Neues.
    Wir stellen auch KEINE Bedingungen mehr. Bitte nehmt unsere Geldgeschenke an.
    Die deutschen Steuerzahler sind schon ganz verzweifelt.
    Sollen sie denn etwa mit dem Geld ihre Infrastruktur sanieren? Die Steuern senken?
    Das will doch keiner und das darf auch nicht im Sinne der "Mogelgriechen" sein.

  • Gemeint ist wohl das Who-is-who der Insolvenzverschlepperszene, die sich zum Zwecke der Ausarbeitung eines neuen Plans getroffen haben, wie mit den deutschen Steuerzahler weiter bescheisst, ohne dass es allzuvielen CDU Wählern auffällt.

  • Ich weiß nicht wie oft ich, bzw. wir alle hier in den letzten drei Jahren das Thema "letztes Mal" gelesen und vernommen haben.

    Eine Lüge wird nicht dadurch wahrer, das man sie andauend analog eines Mantras immerzu penetriert. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht und wenn er auch die Wahrheit spricht. Mit dem Unterschied das zumindest der deutschen Politik die Wahrheit "abhanden gekommen" ist.

    Sie lügt und betrügt ihrem Wahlvolk die Hucke voll und verscherbelt das bundesdeutsche Volksvermögen, sowie auch die privat Vermögen, oder bringt diese ins Risiko.

    Diese Bundeskanzlerin mitsamt ihrem Kabinett ist das allerschlimmtse was dieses Land im Nachgang 45 erfahren und zu erdulden hat.

    ERBÄRMLICH und VERKOTET !

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