Krisenherd
Afrikaner wollen Mali-Krise selbst lösen

Die Situation in Nordmali ist katastrophal: Hinrichtungen, Amputationen und Steinigungen sind unter den Islamisten an der Tagesordnung. Die Afrikaner wollen den Konflikt selbst lösen - über 3000 Soldaten stehen bereit.
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Kapstadt/Bamako Eine militärische Intervention in Mali zur Befreiung des Nordens von dort wütenden radikalen Islamisten wird immer wahrscheinlicher. Gleichzeitig wollen einige westafrikanische Nachbarländer die Krise auf friedliche Weise lösen, darunter Algerien und Mauretanien.

Sie hoffen auf einen Dialog mit moderateren Islamistengruppen und befürchten, dass eine bewaffnete Intervention dramatische Auswirkungen auf die ganze Region haben könnte. Eine einheitliche Strategie für das weitere Vorgehen wurde auch bei einem hochrangigen Treffen in der Hauptstadt Bamako, zu dem am Freitag Vertreter aus mehr als 20 Ländern angereist waren, nicht gefunden.

„Wir müssen Verhandlungen beginnen und gleichzeitig eine militärische Operation ins Auge fassen. Das ultimative Ziel ist, dass Mali seine territoriale Integrität zurückgewinnt“, brachte es die neue Kommissionschefin der Afrikanischen Union, Nkosazana Dlamini-Zuma, am Freitagabend auf den Punkt. Schon vor Wochen hatte sich die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas bereiterklärt, eine Regionaltruppe mit mehr als 3000 Soldaten zu entsenden. UN und EU haben logistische Unterstützung zugesagt. Unter anderem sollen Militärausbilder aus Europa bei der Vorbereitung helfen.

Erst in der vergangenen Woche hatte der Weltsicherheitsrat eine Militäroffensive genehmigt und eine Frist von 45 Tagen für die Erstellung von konkreten Plänen eingeräumt. „Jetzt sind es nur noch 38 Tage. Wir müssen zusammenarbeiten, um die Frist einzuhalten“, sagte UN-Vizegeneralsekretär Jan Eliasson. „Nach diesem Treffen in Bamako gibt es noch viel zu tun.“ Der Konflikt sei nicht nur für Mali eine Bedrohung, sondern für die Region und den ganzen afrikanischen Kontinent.

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Prekäre humanitäre Lage

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