Krisenland Arbeitslosigkeit in Griechenland auf Rekordhoch

Im November hat die Arbeitslosigkeit in Griechenland ein neues Rekordhoch erreicht – trotz der wirtschaftlichen Erholung. Besonders die jungen Griechen stehen einer aussichtslosen Situation gegenüber.
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Trotz hoher Arbeitslosigkeit: Die griechische Regierung erwartet für 2014 ein Wachstum von 0,6 Prozent und sieht sich zudem bei der Haushaltssanierung auf gutem Weg. Quelle: dpa

Trotz hoher Arbeitslosigkeit: Die griechische Regierung erwartet für 2014 ein Wachstum von 0,6 Prozent und sieht sich zudem bei der Haushaltssanierung auf gutem Weg.

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AthenIn Griechenland ist die Arbeitslosigkeit trotz erster Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung auf einen neuen Rekord gestiegen. Die Arbeitslosenquote lag im November mit 28 Prozent so hoch wie nie zuvor, wie am Donnerstag veröffentlichte Daten der griechischen Statistikbehörde zeigen. Im Oktober waren es nach revidierten Zahlen 27,7 Prozent gewesen. Eklatant ist die Jugendarbeitslosigkeit: In der Gruppe der dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden 15- bis 24-Jährigen waren im November 61,4 Prozent ohne Job.

Der Ökonom Nikos Magginas von National Bank führte den Anstieg auch auf weniger Touristen in dem Herbstmonat zurück. Der Fremdenverkehr ist eine wichtige Stütze der griechischen Wirtschaft. In anderen Sektoren wie Einzelhandel, Industrie und Bau gab es zuletzt Hinweise darauf, dass das milliardenschweren Hilfen gestützte Euro-Land seine Rezession überwindet.

Die Regierung erwartet für 2014 ein Wachstum von 0,6 Prozent und sieht sich zudem bei der Haushaltssanierung auf gutem Weg. Sie steht aber vor den Kommunal- und der Europawahlen im Mai unter massiven Druck, auch auf dem Arbeitsmarkt Erfolge zu präsentieren. Die Arbeitslosigkeit in Griechenland ist mehr als dreimal so hoch wie im Jahr 2008, als die Krise begann. Sie ist derzeit zugleich mehr als doppelt so hoch wie im Schnitt der Euro-Zone. Volkswirt Magginas geht von einem weiteren Anstieg im laufenden Quartal aus. Die Entlassungswelle der Unternehmen sei noch nicht zu Ende.

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8 Kommentare zu "Krisenland: Arbeitslosigkeit in Griechenland auf Rekordhoch"

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  • Griechenland ist auf einem guten Weg: So sagen doch Merkel, Schäuble und die EU-Bürokraten. Dann muss es doch stimmen. Oder? Der gute Weg ist aber noch lange nicht der gute Weg für die griechischen Bürger, die in Armut und Not abgedrängt werden. Und das sind immer mehr! Was ist da gut dran??? Lügenpack.

  • Es geht doch aufwärts - mit der Arbeitslosigkeit!!! Die Griechen müssen das Euroschiff versenken, sonst kommen sie nicht mehr auf die Beine.

  • 28 % AL-Quote ist viel ! ABER solange Deutschland mit falschen Zahlen bie der Arbeitslosigkeit hantiert,sehen wir gut aus. Die Wahrheit ist aber ganz anders denn wir haben eine Quote von 20 % ! Das setzt sich so zusammen das wir fast 6 Millionen Bezieher von AL-Geld monatlich haben. Dazu kommen dann noch etwa 2 Millionen Leute die z.Teil mit billigen Krediten der KFW in die "Selbstständigkeit" geführt wurden und als "Subunternehmer" an der Unterkante leben und der Rest ist auf diversen Lehrgängen. Das sind dann 8 Millionen = 20 % Quote. Gut so ?

  • Passend zum Artikel vom 10.02: "Die Zeit der Hiobsbotschaften aus Griechenland scheint vorbei. Zumindest, wenn man den Worten von Ministerpräsident Samaras glauben mag: Man übertreffe mit den gemachten Fortschritten alle Erwarungen."

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Die Zukunft Griechenlands sieht dann so aus, dass die jungen und fähigen Griechen das Land verlassen und ihr Glück z.B. in Deutschland suchen (gut für uns, schlecht für GR). Zurück bleiben die Alten bei schrumpfender Bevölkerung, hoher Arbeitslosigkeit und nicht mehr konkurrenzfähigen Betrieben. Zahlen für diesen tollen Zustand tun dann wir. So schön kann Europa sein.

  • Alles wird gut. Kennen wir doch! Laßt uns schön weiter trommeln! Klappt doch so wunderbar mit dem Euro!

  • Keine Sorge, der deutsche Steuerzahler wird es bezahlen!

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