Krisensitzung
Papandreou geht - Neuwahlen kommen

Einigung in Athen. Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou wird abtreten. Eine Übergangsregierung wird gebildet, die das Land aus der Krise führen soll. Neuwahlen finden am 19. Februar statt.
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AthenDer griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou und Oppositionschef Antonis Samaras haben sich auf die Bildung einer Übergangsregierung geeinigt. Sie soll aus den beiden großen Parteien des Landes - den Sozialisten und den Konservativen - bestehen. Hauptaufgabe sei die Umsetzung der EU-Beschlüsse vom 26. Oktober. Das teilte das Büro des griechischen Präsidenten Karolos Papoulias am Sonntagabend mit. 

Neuwahlen sind nach Regierungsangaben für den 19.Februar angesetzt. Das Finanzministerium in Athen teilte in der Nacht zum Montag mit, Ressortchef Evangelos Venizelos und sein Stellvertreter Filippos Sachinidis hätten sich mit Vertretern der Oppositionspartei Nea Dimokratia getroffen und auf das Datum verständigt.

An diesem Montag ist ein Treffen von Papoulias mit den wichtigsten Politikern des Landes geplant. Dabei soll geklärt werden, welche anderen Parteien an der Übergangsregierung beteiligt werden sollen. Der bisherige Ministerpräsident Giorgos Papandreou wird die neue Regierung nicht führen, wie es hieß. 

Mitarbeiter von Papandreou und des konservativen Oppositionschefs Antonis Samaras sollten noch in der Nacht und am Montag die Zusammensetzung der neuen Regierung vereinbaren. Am Montag soll auch der Name des neuen Regierungschefs bekanntgegeben werden. 

Nach Informationen griechischer Medien soll der ehemalige Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Lucas Papademos, Chef der Übergangsregierung werden. Offiziell wurde dies nicht bestätigt. Der frühere Vizepräsident der Europäischen Zentralbank ist Berater des umstrittenen Papandreous.

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Übergangsregierung muss handeln

Kommentare zu " Krisensitzung: Papandreou geht - Neuwahlen kommen"

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  • An Koboldo:

    Text: Schon der Versuch der Politik, die Bevölkerung auf ein solches Szenario einzustellen, wird sowohl in Frankreich als auch in Deutschland bei der nächsten Wahl drakonisch bestraft werden!

    Das wäre schön gewesen!

    Leider haben wir in diesen Jahr es wieder bewiesen das wir immer noch diese Politik unterstützen (SPD, CDU, CSU, Grüne, Linke, FDP)

    Wir haben dieses Jahr auch verschenkt.

    Die Hoffnung aber stirbt zuletzt!

    Wenn wir pleite sind (das wird sehr bald der Fall sein) wachen wir vielleicht auf.

  • Mal schaun vll putschen Europäische Truppen demnächst das Griechische Parlament weg und setzten das Land unter Zwangskontrolle :)

  • Durch einen eventuellen Abgang Papandreous verliert die Schuldenkrise Griechenlands keineswegs an Brisanz. Im Gegenteil, sie verschlimmert sich noch, denn diese Machtspiele kosten nur unnötig Zeit und Geld, beides hat Griechenland nicht! Zu recht wollen Merkozy endlich Taten sehen und dagegen sträubt sich die griechische Politik. Es ist deshalb dringend geboten, Griechenland den Austritt aus der Euro-Zone nahe zu legen. Die Herrschenden sollten sich nicht der Illusion hingeben, man könnte Griechenland weitere 10 Jahre durchfüttern. Schon der Versuch der Politik, die Bevölkerung auf ein solches Szenario einzustellen, wird sowohl in Frankreich als auch in Deutschland bei der nächsten Wahl drakonisch bestraft werden!

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