Krisensitzung Papandreou geht - Neuwahlen kommen

Einigung in Athen. Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou wird abtreten. Eine Übergangsregierung wird gebildet, die das Land aus der Krise führen soll. Neuwahlen finden am 19. Februar statt.
Update: 07.11.2011 - 04:31 Uhr 8 Kommentare

Papandreou macht Platz

AthenDer griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou und Oppositionschef Antonis Samaras haben sich auf die Bildung einer Übergangsregierung geeinigt. Sie soll aus den beiden großen Parteien des Landes - den Sozialisten und den Konservativen - bestehen. Hauptaufgabe sei die Umsetzung der EU-Beschlüsse vom 26. Oktober. Das teilte das Büro des griechischen Präsidenten Karolos Papoulias am Sonntagabend mit. 

Neuwahlen sind nach Regierungsangaben für den 19.Februar angesetzt. Das Finanzministerium in Athen teilte in der Nacht zum Montag mit, Ressortchef Evangelos Venizelos und sein Stellvertreter Filippos Sachinidis hätten sich mit Vertretern der Oppositionspartei Nea Dimokratia getroffen und auf das Datum verständigt.

An diesem Montag ist ein Treffen von Papoulias mit den wichtigsten Politikern des Landes geplant. Dabei soll geklärt werden, welche anderen Parteien an der Übergangsregierung beteiligt werden sollen. Der bisherige Ministerpräsident Giorgos Papandreou wird die neue Regierung nicht führen, wie es hieß. 

Mitarbeiter von Papandreou und des konservativen Oppositionschefs Antonis Samaras sollten noch in der Nacht und am Montag die Zusammensetzung der neuen Regierung vereinbaren. Am Montag soll auch der Name des neuen Regierungschefs bekanntgegeben werden. 

Nach Informationen griechischer Medien soll der ehemalige Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Lucas Papademos, Chef der Übergangsregierung werden. Offiziell wurde dies nicht bestätigt. Der frühere Vizepräsident der Europäischen Zentralbank ist Berater des umstrittenen Papandreous.

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8 Kommentare zu "Krisensitzung: Papandreou geht - Neuwahlen kommen"

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  • An Koboldo:

    Text: Schon der Versuch der Politik, die Bevölkerung auf ein solches Szenario einzustellen, wird sowohl in Frankreich als auch in Deutschland bei der nächsten Wahl drakonisch bestraft werden!

    Das wäre schön gewesen!

    Leider haben wir in diesen Jahr es wieder bewiesen das wir immer noch diese Politik unterstützen (SPD, CDU, CSU, Grüne, Linke, FDP)

    Wir haben dieses Jahr auch verschenkt.

    Die Hoffnung aber stirbt zuletzt!

    Wenn wir pleite sind (das wird sehr bald der Fall sein) wachen wir vielleicht auf.

  • Mal schaun vll putschen Europäische Truppen demnächst das Griechische Parlament weg und setzten das Land unter Zwangskontrolle :)

  • Durch einen eventuellen Abgang Papandreous verliert die Schuldenkrise Griechenlands keineswegs an Brisanz. Im Gegenteil, sie verschlimmert sich noch, denn diese Machtspiele kosten nur unnötig Zeit und Geld, beides hat Griechenland nicht! Zu recht wollen Merkozy endlich Taten sehen und dagegen sträubt sich die griechische Politik. Es ist deshalb dringend geboten, Griechenland den Austritt aus der Euro-Zone nahe zu legen. Die Herrschenden sollten sich nicht der Illusion hingeben, man könnte Griechenland weitere 10 Jahre durchfüttern. Schon der Versuch der Politik, die Bevölkerung auf ein solches Szenario einzustellen, wird sowohl in Frankreich als auch in Deutschland bei der nächsten Wahl drakonisch bestraft werden!

  • .
    Jauchse Schlußfolgerungen.

    Wenn Griechenland gerette ist, ist auch Italien gerettet.
    Wenn ich den Waldbrand um den Vesuv gelöscht habe, wird das auch den Vesuv besänftigt sein.

    Politiker muß man sein, nur so ist die Welt zu ertragen.
    Im nächsten Leben werde ich Politiker (kleiner Scherz).
    .

  • Spät, vielleicht zuspät.

    Aber wahrscheinlich ist er nur der erste, der abtritt. Die Probleme sind mittlerweile durch Inkompetenz so angewachsen, dass das Management von Experten übernommen werden sollte, m.E. muss.

    Die "Show", die Frau Merkel im Momonent hinsichtlich Goldreserven und Sonderziehungsrechten abzieht, ist wie das voraus gegangene Krisenmanagemt auch nicht minder.

  • eigentlich nicht. Griechenland ist eh nur ein Nebenkriegsschauplatz. In der ganzen Welt rumort es und wir tun so als wäre die Krise mit irgendeinem Rettungsschirm unter Kontrolle.

    Die ganze Welt hat sich vermutlich an chinesischen Immobilien verzockt, Japans Rentern vertrauen auf die Rückzahlung der gesamten Staatsverschuldung und die USA versuchen sich an der Weginflationierung ihrer Schulden trotz riesiger Haushaltsdefizite.

    Die nächsten Hiobsbotschaften sind vorprogrammiert.

  • Machtspielchen, die mit dem Problem nichts zu tun haben, sind auch keine Lösung.

    Wenn der Fettsack Gold im Bauch hätte, dann würde ein Kaiserschnitt die europäische Schuldenkrise beenden, aber das wird wohl nicht so sein und deshalb löst das Personalkarusell kein Problem.

  • .
    Muß man die vergangenen und kommenden 10 jahre noch kommentieren ?
    .

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