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12.07.2008 
Auswärtiges Amt

Krisenstab sorgt sich um Leben der PKK-Geiseln

Nach der wohlbehaltenen Heimkehr von zehn deutschen Bergsteigern bemüht sich das Auswärtige Amt (AA) weiter um ihre drei am Ararat in der Türkei entführten Kameraden. Hoffnungen auf eine rasche Freilassung der Gekidnappten waren zuletzt allerdings immer mehr geschwunden.

HB BERLIN. Der Krisenstab arbeite "unvermindert und intensiv für die bedingungslose Freilassung" der drei von PKK-Kämpfern verschleppten Männer, sagte ein AA-Sprecher am Samstagmorgen. Fünf Rebellen der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK hatten die aus Bayern stammenden 33, 48 und 65 Jahre alten Männer am Dienstagabend aus einem Camp am Berg Ararat auf 3 200 Metern Höhe verschleppt. Die insgesamt 13 Männer und Frauen der Gruppe wurden in der Nacht vor der Gipfelbesteigung des 5 165 Meter hohen Berges überfallen.

Zehn Bergsteiger kehrten am Freitagabend nach Deutschland zurück. Die Linienmaschine mit den sieben Männern und drei Frauen an Bord landete gegen 22.00 Uhr auf dem Flughafen München. Angehörige und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) empfingen die Heimkehrer abgeschirmt von der Öffentlichkeit. Herrmann sagte, die Bergsteiger seien "gesund, aber von den Strapazen der letzten Tage mitgenommen".

"Unserer Gedanken sind bei den drei Entführten. Wir haben keine neuen Informationen, wo sie sich aufhalten." Die Entführer wollen ihre Geiseln nach eigenen Angaben solange festhalten, bis die Bundesregierung eine Erklärung abgibt, dass Deutschland seine "feindliche Politik gegenüber dem kurdischen Volk und der PKK" aufgibt. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatte am Freitag jedoch erneut deutlich gemacht, dass die Regierung auf keine Bedingungen der Rebellenorganisation eingehen wird.

Operationen des türkischen Militärs am Berg Ararat bereiteten dem Krisenstab in Berlin große Sorgen, schreibt das Magazin "Focus". Dass die entführten Bergsteiger bei einem Angriff ums Leben kommen oder aus Rache getötet werden, sei vielleicht die größte Gefahr, sagte ein hoher Beamter dem Blatt.

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