Kritik am US-Präsidenten

Trump arbeitet und spielt Golf, viel Golf

Freizeit am Wochenende sollte auch ein US-Präsident haben dürfen. Doch viele finden, dass Trump in den vergangenen Wochen zu viel Golf gespielt hat – gerade, weil er seinen Vorgänger dafür noch stark kritisierte.
9 Kommentare
Der US-Präsident hatte seinem Vorgänger Barack Obama noch vorgeworfen, dass dieser Golf spiele, währenddessen die Regierung zusammenbreche. Jetzt fällt er der Kritik selbst anheim. Quelle: AP
Donald Trump

Der US-Präsident hatte seinem Vorgänger Barack Obama noch vorgeworfen, dass dieser Golf spiele, währenddessen die Regierung zusammenbreche. Jetzt fällt er der Kritik selbst anheim.

(Foto: AP)

Palm BeachDas Weiße Haus hat sich nach jüngster Kritik an US-Präsident Donald Trump und dessen häufigem Golfspiel an Wochenenden reserviert gezeigt. „Er plante, ein paar Löcher zu spielen und hat dann entschieden, das Spiel zu verlängern“, sagte Sprecherin Sarah Huckabee Sanders. Dabei bezog sie sich auf eine Partie Trumps mit dem Profi-Golfer Rory McIlroy am Sonntag, von der Bilder in sozialen Netzwerken die Runde gemacht hatten.

Danach sah sich das Weiße Haus veranlasst, auch mitzuteilen, mit wem Trump gespielt hatte. Vorher hatte es das noch im Unklaren gelassen – ebenso die Anzahl der Löcher. McIlroy gab sich da auskunftsfreudiger: Es seien 18 gewesen, sagte er der Golf-Webseite nolayingup.com.

Bekannt wurde zudem, dass Trump am Samstagabend an einer Benefizgala in seinem privaten Club Mar-a-Lago teilnahm. Dieser Termin war nicht in seinem öffentlichen Kalender vermerkt, wurde aber später von Mitarbeitern bestätigt. Am Montag, einem Feiertag in den USA, erschien er kurz bei einem Essen von Spendensammlern. Dies bestätigte das Weiße Haus, nachdem ebenfalls Fotos davon in den sozialen Netzwerken auftauchten.

Doch neben Partys, Essen mit Familie und Freunden sowie Golfspielen fand Trump auch Zeit für die Politik: Er führte mehrere Gespräche mit Kandidaten für den offenen Posten des nationalen Sicherheitsberaters und besetzte ihn schließlich mit General Herbert Raymond McMaster.

Die Kritik an Trumps Golfspiel war laut geworden, weil sich der US-Präsident zuvor stets kritisch über das Golfhobby seines Vorgängers geäußert hatte. „Während unser wundervoller Präsident den ganzen Tag lang Golf spielt, bricht unsere Transportsicherheitsbehörde auseinander – so wie die ganze Regierung!“, twitterte er im Mai noch als Präsidentschaftskandidat.

Ein anderes Mal erklärte er, er werde als Präsident vermutlich zu beschäftigt sein, um Golf zu spielen und dies nur tun, wenn er mit seinen Mitspielern Deals vereinbaren könne. Vor rund zwei Wochen war Trump mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe auf gleich zwei Golfplätzen bei West Palm Beach in Florida zusammengekommen.

Auch Barack Obama war ein begeisterter Golfer. Doch nach Angaben des Korrespondenten Mark Knoller vom US-Fernsehsender CBS spielte er in den ersten Monaten seiner Präsidentschaft nicht auf dem Platz. Regelmäßig war er auch für Familienausflüge unterwegs, hatte aber keine privaten Ferienanlagen, um dort routinemäßig die Wochenenden zu verbringen.

  • ap
Startseite

Mehr zu: Kritik am US-Präsidenten - Trump arbeitet und spielt Golf, viel Golf

9 Kommentare zu "Kritik am US-Präsidenten: Trump arbeitet und spielt Golf, viel Golf"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Man muss sehen , dass Trump als Unternehmer gelernt hat zu delegieren und hat mehr Zeit als Merkel , der man 24 Stunden suggeriert.... sie sei alternativlos. Dabei muss man sich fragen Faktisch Alternativlos oder wirklich. Wenn wirklich sollte die Union politischen
    Konkurs anmelden, Also will Merkel alles selber machen , weil sie Angst hat ,dass da einer kommt, der zeigt, dass er das besser kann.

  • Haha, das ist ja köstlich, ihr Argument Herr Hoffmann! Trump habe deswegen so viel Zeit zum Golfen, weil er nur ein einziges "bilaterales" Abkommen getätigt hat - während die fiesen, vermutlich "korrupten Eliten" wie Merkel und Schulz den ganzen Tag rumwetzen und arbeiten müssen, und von einer politischen Veranstaltung zur nächsten hecheln ....

    Ganz schön clever, ihr politisches Idol, muss man schon sagen ... Nur die arabischen Öl-Scheichs sind noch besser; liegen den ganzen Tag auf dm Diwan, rühren im Tee, und blättern in Prospekten von Rennpferden, Diamantuhren und Panzern. Und Golf spielen die vielleicht auch, wenns nicht so warm wäre. Zumindest versauen die sich nicht den Tag mit Arbeit oder Demokratie.

  • Obama war in JEDER Hinsicht vorbildlich. Trump ist die Verlogenheit in Person. Seine Anhänger tun einem leid.

  • Die Europäer lernen immer erst, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.

    Schon lange sind wir in Deutschland auf dem besten Weg Europa -nicht nur durch die EU- zu destabiliseren ohne dass es den meisten Menschen heute schon bewusst ist. Wer will es in Zukunft überhaupt noch wagen, irgendetwas gg. falsche Migration, Zuwanderung oder Flüchtlingsströme zu unternehmen?

    Und dann wundert man sich, wenn der IS u.a. es schaffen Terror und Angst weiter zu verbreiten. Und die Krux ist, es wird nicht weniger sondern logischerweise mehr Attentate geben als je zuvor.

    Merkel, Schulz, Grüne, Linke sind es jedenfalls nicht, die eine dann erforderliche harte Gegenstrategie bilden können.

    Man kann die Folgen des 'Youth Bulge' zur Kenntnis nehmen oder ignorieren und noch besser, die Gefahren und Probleme aus diesen Ländern nicht in unser Land importieren.

    Es ist und wird ein Spiel mit dem Feuer und einem ungewissen Ausgang für eine positive Weiterentwicklung des Kontinents Europa bzw. Deutschland.




  • Multilateralität heißt halt auch Volksverrat zu Gunsten einer Globalen Macht Elite. Dafür muss der Terminkalender von Merkel, Schulz und der EU auch voll sein.

    Trump hat mit seinen selbstbestimmten bilaterialen Abkommen schon etwas mehr Zeit für sein eigenes und auch des Volkes Wohl.

  • Der arme Trump braucht Abwechslung, Präsident sein ist so langweilig. Ab und an muss er doch von hinten durch den hole in one ins Auge zu seinem Volk spielen dürfen, das ist gut, diskret, stilvoll und zielführend. Aber warum denken hier manche immer gleich an Frau Merkel und Herrn Gabriel, wenn über Trump berichtet wird? Sie mögen doch den Trump und hassen Frau Merkel und Herrn Gabriel, wieso die spontane Assoziation? Very bad!

  • So ein Quatsch, Herr Schemutat. Wenn Sie sich den Terminkalender der Bundeskanzlerin und Bundesminister ansehen, werden Sie sehen, dass dies ein Knochenjob ist. Gucken Sie sich doch Merkels Gesicht an. Da wundert man sich bei einigen, dass sie überhaupt noch an Parteiveranstaltungen teilnehmen.

    Und, übrigens: Bei der FDP ist das Problem besonders offensichtlich. Die haben Nachwuchssorgen. verglichen mit dem, was ein typischer FDP Wähler verdient, ist Politik als Beruf unattraktiv. Das tut sich kaum ein erfolgreicher Anwalt an, für so "wenig" Geld so viel arbeiten zu müssen.

  • Was macht Merkel eigentlich den ganzen Tag? Was macht Gabriel den ganzen Tag?
    Was machen alle Politiker die mehr im Hauptjob verdienen und der Job als Abgeordneter nur Beibrot ist und Aushängeschild um sich Vorteile zu verschaffen.

    Besser ist , dass Trump Golf spielt und sich nur um Amerika kümmert , dann können alle gut schlafen in Amerika.

    In Deutschland schlafe ich generell schlecht wenn ich an Merkel ,Gabriel und Co denke. Dann wünsche ich mir , dass die Demokratie bei uns nicht erst seit 70 Jahren besteht , nach 1200 Jahren Bevormundung und die Menschen wären so weit hier,
    wie Engländer ,Franzosen,Holländer ,Australier, Kanadier und Amerikaner .

  • Mein sozialer Aufstieg ist unaufhaltsam, daher lerne ich gerade Golf für mein Spiel mit Trump. Sicherlich übt Erika auch schon Golf.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%