Kritik der Opposition
Aznar schlägt seinen Vize Rajoy offiziell als Nachfolger vor

Der spanische Ministerpräsident José María Aznar hat seinen Vize Mariano Rajoy am Montag offiziell als Spitzenkandidat der konservativen Volkspartei (PP) und damit als seinen Nachfolger vorgeschlagen. Er werde dem 48-Jährigen weitgehend die Führung der Partei übertragen, sagte Aznar, der den PP-Vorsitz noch bis Anfang 2005 behalten will.

HB/dpa MADRID. Zunächst solle Rajoy PP-Generalsekretär und damit die Nummer zwei der Partei werden. „Mein Rückzug wird nicht halbherzig sein“, sagte Aznar am Abend vor dem erweiterten Vorstand der PP. Eine Partei-Doppelspitze werde es nicht geben. Rajoy sei als Kandidat für die Parlamentswahlen im März 2004 „ein Garant für Stabilität“.

Der 48-Jährige soll an diesem Dienstag vom Nationalrat der PP, dem höchsten Gremium zwischen den Parteitagen, bestätigt werden. Auf Bitten Rajoys soll dies nicht per Akklamation, sondern in einer geheimen Wahl geschehen. Der seit 1996 regierende Aznar (50) hatte bereits vor zwei Jahren angekündigt, dass er 2004 nicht als Kandidat für eine dritte Amtszeit ins Rennen gehen wolle. Die Opposition warf ihm einen autoritären Führungsstil vor, weil er Rajoy „per Fingerzeig“ bestimmt habe. Eine parteiinterne Debatte hatte Aznar nicht zugelassen. Für die Sozialisten (PSOE) wird Parteichef José Luis Rodríguez Zapatero bei den Wahlen 2004 antreten.

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