Kritik der Opposition
Spanien schickt 1300 Soldaten in den Irak

Die spanische Regierung hat am Freitag die Entsendung von 1300 Soldaten in den Irak beschlossen.

HB/dpa MADRID. Im Rahmen der internationalen Stabilisierungstruppe sollen sie im Zentrum des Landes in eine 9 200 Mann starke Division unter polnischem Kommando eingegliedert werden. Noch an diesem Samstag könnte ein erstes Schiff mit Ausrüstung in Richtung Kuwait auslaufen, berichtete der Rundfunk.

Die erste Vorhut soll den Irak im August erreichen. Kern der spanischen Truppe sind Elitesoldaten der Legion. Ihre Mission soll zunächst bis Ende des Jahres dauern und dann notfalls um jeweils sechs Monate verlängert werden.

Spanien war einer der Hauptverbündeten der USA im Irak-Krieg. Die Entsendung von Soldaten wurde von der Opposition und in der Presse kritisiert. Es handele sich nicht um einen humanitären Einsatz, da die Soldaten dort mit einem Guerilla-Krieg und zunehmendem Widerstand der Bevölkerung gegen die Besatzungsmacht konfrontiert würden.

Die Sozialisten (PSOE) forderten eine Abstimmung im Parlament. Das Risiko sei „begrenzt und kontrollierbar“, hieß es dagegen aus dem Verteidigungsministerium in Madrid. Der von Polen kommandierten Division sollen sich neben anderen Ländern auch 1 200 Soldaten aus Nicaragua, Honduras, El Salvador und der Dominikanischen Republik anschließen.

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