Kritik der Union
Struck nennt Details zu Afghanistan-Einsatz

Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) hat erstmals mögliche Einsatzorte für eine Ausweitung des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan genannt.

HB/dpa BERLIN. Chancen als Standort eines gemischten Wiederaufbauteams aus Soldaten und zivilen Aufbauhelfern gebe er der Stadt Charikar nördlich der Hauptstadt Kabul, sagte Struck den „Nürnberger Nachrichten“ (Freitag). Dagegen scheide Herat im Westen Afghanistans aus.

In Herat hatte der regionale Machthaber Ismail Khan bereits zu verstehen gegeben, dass er keine Soldaten wünsche. Eine Entscheidung über den Einsatzort sei noch nicht gefallen, sagte Struck. Das Bundeskabinett wolle sich bis Ende August eine Meinung bilden.

Der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Christian Schmidt (CSU), kritisierte die Pläne Strucks für eine Ausweitung des Bundeswehr-Einsatzes als zu ungenau. Zwar habe die Union kein Interesse daran, Sinnvolles zu blockieren, sagte Schmidt der „Berliner Zeitung“ (Freitag). Aber sie werde einem neuen Mandat im Bundestag nur zustimmen, „wenn vorher ein Ziel weisendes politisches Konzept für die Zukunft Afghanistans vorgelegt wird“. Der CDU- Militärexperte Thomas Kossendey (CDU) forderte in diesem Zusammenhang im Deutschlandradio Berlin eine weitere internationale Afghanistan- Konferenz im Herbst dieses Jahres.

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