Kritik von EU-Experten
Genmais-Rattenstudie hat schwere Mängel

Die Untersuchung sorgte für Aufruhr. Französische Forscher hatten Ratten mit genverändertem Mais gefüttert. Folge seien riesige Tumore und frühzeitiger Tod. Nun lassen EU-Experten die Studie krachend durchfallen.
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BrüsselVerheerende Kritik an Genmais-Studie: Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) hält die französische Untersuchung zu den schädlichen Wirkungen von Genmais nicht für aussagekräftig. Das teilte die Behörde am Donnerstag in Parma mit. Ein Forscherteam der Universität im westfranzösischen Caen hatte in einer jüngst veröffentlichten Studie an Ratten Krebserkrankungen und frühen Tod auf den Konsum von genetisch verändertem Mais zurückgeführt. Die Efsa-Wissenschaftler sehen aber schwere handwerkliche Mängel und Datenlücken.

So sei schon das Forschungsziel der Wissenschaftler um Gilles-Eric Séralini nicht klar umrissen gewesen, schreiben die Efsa-Experten. Auch die Zahl der Versuchtstiere sei viel zu gering für eine verlässliche Aussage gewesen. Gerade einmal zehn Ratten waren in einer Testgruppe. Krebs komme bei der verwendeten Rattenart ohnehin vergleichsweise häufig vor, statistische Rückschlüsse seien unter diesen Bedingungen nicht möglich. Zudem fehlten Daten etwa zum Futter oder zu den Schäden, die die Ratten im Laufe der zweijährigen Untersuchung entwickelten.

„Schlussfolgerungen zum unterschiedlichen Auftreten von Tumoren zwischen den Behandlungsgruppen können ... nicht gezogen werden“, bilanziert die Efsa. Das deutsche Bundesamt für Risikobewertung (BfR) und verschiedene Forscher hatten die Studie bereits ebenfalls bemängelt.

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Kommentare zu " Kritik von EU-Experten: Genmais-Rattenstudie hat schwere Mängel"

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  • Wahnsinn welche Macht Konzerne wie Monsanto haben.
    Jetzt sind die Staaten an der Reihe um exakte und unverfälschte Ergebnisse zu liefern. Solange muss ein Stopp von diesen genveränderten Produkten her!
    Sollte dann herauskommen das die Monsanto nahen Wissenschaftler und Forschungsinstitute zu Ungunsten der Menschen gelogen haben, müssen diese Institute geschlossen werden und die Wissenschaftler mindestens ein lebenslanges Berufsverbot bekommen.
    Das ist so, als wenn ein Reiseveranstalter uns Tschernobyl als das Urlaubsparadies schlechthin verkaufen will und uns erzählt dass die Strahlung alle gesundheitlichen Leiden lindert. Für mich sind diese Wissenschaftler und die Firmen, die diese fürs Lügen bezahlen, Schwerverbrecher.

  • Als Otto-Normalbürger leben wir in einer Scheindemokratie. Wir haben unsere Aufgabe als Melkkühe für den Euro und als Versuchstiere für zahlreiche internationale Konzerne zu erfüllen. Persönlich erwarte ich schon lange nicht mehr, dass "unabhängige EU-Beamte" nicht auf der Gehaltsliste von Monsanto usw. stehen.

  • schlimm...die EU kommisaren sind echt bereit leute millionen fach umzubringen...bin echt gespannt wie lang der medien diese korrupten haufen noch verteidigen..

    die verursachen leiden und armut...korruption...verbrechen und hass in ganz europa..

    weg damit...

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