KSE-Streit
Schröder soll für Moskau vermitteln

Neuer Job für Altkanzler Gerhard Schröder? Neben seinem Engagement für das russische Erdgasförderunternehmen Gazprom will Moskau ihn nun am liebsten auch als Vermittler im KSE-Streit einsetzen.

HB MOSKAU/BERLIN. "Wenn die Nato Schröder als Vermittler mit Sondervollmachten ausstatten würde und er nach Moskau käme, könnten unsere Diplomaten mit ihm in dieser Frage eine Einigung erzielen“, sagte der Abteilungsleiter für Sicherheits- und Rüstungsfragen im Außenministerium, Anatoli Antonow, nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax in Moskau.

Schröders Büro erklärte dazu am Freitag: "Das sind offenkundige Spekulationen, die nicht kommentiert werden.“

Antonow hatte sich am Donnerstag zu dem Thema geäußert. Auf Anordnung von Präsident Wladimir Putin wird Russland den Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE) in der Nacht zum 13. Dezember aussetzen. Als Grund nennt Moskau die ausstehende Ratifizierung des 1999 erneuerten Vertrages durch die Nato -Staaten.

Schröder gilt als enger Vertrauter Putins. Der Altkanzler hatte nach dem Ausscheiden aus der Bundespolitik 2005 auf Bitten Russlands beim Betreiber der geplanten Ostsee-Gaspipeline Nord Stream den Vorsitz des Aufsichtsrates übernommen. Die Lobbyarbeit Schröders für das Projekt sorgt immer wieder für Diskussionen.

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