Kuba
Castro erstmals wieder im Fernsehen

Zum ersten Mal seit mehr als drei Monaten ist der schwer erkrankte kubanische Präsident Fidel Castro wieder im Fernstehen aufgetreten. Den Beweis der Aktualität der Aufnahmen besorgte indirekt der Ex-US-Notenbankchef Alan Greenspan.

HB HAVANNA. Nach Angaben des Senders dauerte die Unterredung, die am selben Tag aufgenommen worden sei, fast eine Stunde. Castro gab keine Details über seinen Gesundheitszustand preis, machte sich jedoch über Spekulationen lustig, dass es ihm schlechter gehe. Der 81-Jährige trug eine Trainingsjacke in den Farben der kubanischen Nationalmannschaft. Er äußerte sich nicht über seine Pläne für seine politische Zukunft.

Castro, der sich vor gut einem Jahr einer schweren Operation unterziehen musste und deshalb am 31. Juli 2006 seine Amtsgeschäfte an seinen jüngeren Bruder Raúl abgegeben hatte, sprach langsam und mit schwacher Stimme. Er sah dünn aber relativ gesund aus. Der kubanische Revolutionsführer sprach über internationale Themen. Darunter waren die aktuelle Stärke des Euro gegenüber dem Dollar und steigende Preise für Rohöl. Auch kritisierte er erneut die US-Außenpolitik und äußerte sich zum Klimawandel.

Um offensichtlich die Aktualität der Aufnahmen noch zu unterstreichen, zeigte Castro ein Exemplar der in dieser Woche erschienenen Autobiografie des ehemaligen US-Notenbankchefs Alan Greenspan. Es waren die ersten Fernsehbilder des 81-Jährigen seit einem Interview am 5. Juni 2007. Seit seiner Operation ist Castro nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten.

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