Kuba
Rumsfeld verweigert Zugang zu Guantanamo-Häftlingen

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat Menschenrechtsexperten der UN verboten, Häftlinge im umstrittenen Gefangenenlager Guantanamo in Kuba zu treffen. Die US-Regierung werde auch weiterhin nur dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz Zugang gewähren.

HB WASHINGTON. UN-Beobachter hatten erklärt, sie würden nur dann einer Einladung der USA nach Guantanamo folgen, wenn sie dort mit Häftlingen sprechen dürften. Menschenrechtler haben die USA wiederholt wegen der zeitlich unbegrenzten Inhaftierung der Gefangenen in Guantanamo kritisiert.

Derzeit werden dort 505 Menschen unter Terrorverdacht festgehalten. Entlassene Gefangene haben berichtet, sie seien gefoltert worden. Dies hat das US-Militär stets bestritten.

Rumsfeld bestätigte, dass sich derzeit Häftlinge im Hungerstreik befinden. Nach Angaben ihrer Anwälte wollen sie damit auf die Haftbedingungen und fehlende Rechte aufmerksam machen. Rumsfeld sagte, den Häftlingen gehe es vor allem darum die Aufmerksamkeit der internationalen Medien auf sich zu lenken.

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