Kuba-Streit
Amerika-Gipfel endet mit Familienfoto statt Einigkeit

Kuba wird auch in Zukunft nicht am Amerika-Gipfel teilnehmen. Das haben die USA mit ihrem Veto verhindert. Statt mit einer Einigung endet der Gipfel mit Lob für die Wirtschaft Lateinamerikas – und einem Sex-Skandal.
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CartagenaDer Streit über den Status Kubas und über die Falkland-Inseln hat den Amerika-Gipfel in Kolumbien in einer Sackgasse enden lassen. Das Treffen von fast 30 Staats- und Regierungschefs schloss am Sonntag ohne eine gemeinsame Erklärung.

Wirbel löste unterdessen ein Skandal um mutmaßliche Prostituiertenbesuche von Mitarbeitern des US-Secret-Service am Gipfelort in der Hafenstadt Cartagena aus. Die USA und Kanada beharrten am Wochenende darauf, Kuba auch künftig die Teilnahme an dem Regionalforum zu verweigern.

Damit standen die beiden Großmächte allerdings auf verlorenem Posten. Auch Uneinigkeit über die von Argentinien geltend gemachten Ansprüche auf die zu Großbritannien gehörenden Falkland-Inseln trug zur Spaltung bei.

Die meisten Teilnehmer hatten sich für eine Einladung Kubas zu den künftigen Amerika-Gipfeln ausgesprochen. Kuba ist aus der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) ausgeschlossen und steht seit fünf Jahrzehnten unter einer Blockade der USA.

„Es gibt keine Erklärung, weil es keinen Konsens gibt“, sagte der Gastgeber, der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos bei der Abschlusspressekonferenz am Sonntag. Man sei allerdings überein gekommen, sich 2015 in Panama zu treffen.

Zu dem Gipfel waren rund 30 amerikanische Staats- und Regierungschefs angereist. Themen des zweitägigen Treffens waren unter anderem der Kampf gegen Armut und Drogen.

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