Kubas Außenpolitik
Der lange Weg aus der Isolation

Kuba war nach der Revolution von 1959 viele Jahrzehnte lang international isoliert. Die industrielle Monokultur ließ das einst stolze Land verfallen. Nun bewegt sich der am Boden liegende Inselstaat auf die USA zu.
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Die Gespräche laufen, langsam nähern sich Kuba und die USA wieder einander an. Nachdem die Staaten jahrzehntelang kaum ein Wort miteinander gewechselt haben, soll es nun einen diplomatischen Neustart geben – der zwischen den Delegationen der beiden Länder allerdings trotz beiderseitigem guten Willen holprig verlief.

Die Vereinigten Staaten und Kuba seien Nachbarn, die über mehr als 50 Jahre hinwegkommen müssten, die nicht von Vertrauen geprägt gewesen seien, sagte die Leiterin der US-Delegation, Staatssekretärin Roberta Jacobson, zuletzt. Zwischen beiden Ländern gebe es erhebliche Differenzen.

Aber es habe sich gezeigt, dass auch solche Staaten „friedlich und in einer zivilisierten Weise“ nebeneinander existieren könnten. Und eines ist klar: Kuba, das sich unter dem Protektorat der Sowjet-Union nicht fort- sondern eher zurückentwickelt hat und seitdem kaum auf die Beine kommt, braucht die Öffnung. Und die Staaten, die demnächst wieder eine Botschaft auf Kuba eröffnen wollen und bereits einige ihrer Embargos im bilateralen Handel aufgehoben haben, lechzen nach dem neuen Markt.

Davor herrschte jedoch eine lange Eiszeit. Die USA überzogen den Karibikstaat nach der Machtübernahme Fidel Castros 1959 mit einem scharfen Wirtschafts- und Handelsembargo, unter anderem weil Kuba das Eigentum amerikanischer Unternehmen auf der Insel verstaatlichte und sich dem Kommunismus zuwandte.

Im Mittelpunkt der offenbar im vergangenen Jahr von Papst Franziskus vermittelten Annäherung standen wohl die problematischen Gefangenenverhältnisse auf beiden Seiten. Das galt etwa im Fall des amerikanischen Entwicklungshelfers Alan Gross, der wegen des Verdachts auf Spionage festgehalten wurde und der erst im Dezember freikam.

Mit Blick auf die Geschichte des Landes verwundert es kaum, dass Kuba so hart mit amerikanischen Gefangenen wie Gross umging. Denn Kuba war nie wirklich frei von amerikanischem Einfluss, wie Geograf und Ökonom Elmar Kulke, Professor an der Humboldt Universität Berlin, analysiert.

Bis 1959 war das Land quasi ein Außenhandelsposten der USA am Golf von Mexiko. Auf diese Zeit der Abhängigkeit folgte die Phase der kommunistischen Arbeitsteilung im globalen kommunistischen System bis 1990. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion steckt das Land in einer sogenannten Sonderperiode fest  – in der sogenannten periodo especial. Diese zeichnet sich besonders durch geringe Planungssicherheit für Unternehmen und Instabilität des gesamten gesellschaftlichen Lebens aus.

Kommentare zu " Kubas Außenpolitik: Der lange Weg aus der Isolation"

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  • nehmen wir mal zum Vergleich andere Entwicklungsländer und richten mal den Fokus auf die Bevölkerung. Da gibt es kaum ein Land indem die medizinische Versorgung und die Bildung der Menschen ein vergleichbares Niveau haben. Auch sind Hungerbäuche und Menschenhandel unbekannt. und militärische Abenteuer gibt es nicht mehr. Sicher leben die Menschen nicht im Überfluss. Aber wie ist das denn im Rest Lateinamerikas? Was wäre wenn Kuba sich an die USA ausgeliefert hätte? Oder keine Revolution stattgefunden hätte, Die Verhältnisse glichen Haiti. Wirtschaft und Rotlicht Milieu und Rauschgifthandel in der Hand US amerikanischer Menschenschinderbanden. Ausbeutung des Volkes. Slums, Analphatentum, Hunger und Epidemien. Das ist es was solch kleinen Ländern blüht, wenn die USA das Sagen haben. Größere Länder müssen TTIP akzeptieren und die Multinationalen Konzerne steuerfrei schalten und walten lassen. Und Kanonenfutter und Schlachtfeld für Kriege sein. Insgesamt kann man nur sagen, dass die Kubaner ein Unverschämtes Glück hatten, bisher. Klar die Menschenrechte und politisch Verfolgten. Ein Argument, aber wie sieht es damit in den USA und deren Vasallenstaaten denn aus.

  • Ich war schon drei mal auf Kuba im Urlaub, und habe das ganze Land bereist. In Kuba gibt es keine Analphabeten. (USA 20%). Medizinische versorgung ist für alle kostenlos. Nirgends findet man wilde Müllkippen. Die Menschen sind superfreundlich, durch die früheren Kontakte in die DDR sprechen überraschend viele Deutsch, und man kommt leicht mit ihnen ins Gespräch.Und niemand schimpft über die Regierung. Auch nicht hinter vorgehaltener Hand. Im Gegensatz zu Obama, der sich mit Hunderten Personenschützern absichern muss, konnten die Castro-Brüder allein im offenen Jeep auf den Markt gehen!Ich wünsche Kuba, dass es sich seine Einzigartigkeit noch lange erhält, und nicht wieder zum Bordell der USA verkommt, wie unter dem Diktator Batista.

  • So wie KUBA wird es allen Verbündeten Russlands gehen. Sie werden sich zurück entwickeln.

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