Künftige Beitrittsländer Rumänien und Bulgarien nehmen an Zeremonie teil
Scharfe Sicherheitsvorkehrungen bei offizieller Feier zur EU-Erweiterung in Dublin

Im Beisein des irischen EU-Ratspräsidenten Ahern haben in Dublin die offiziellen Feiern zur Erweiterung der Europäischen Union begonnen. Am Nachmittag werden die Staats- und Regierungschefs aller 25 Mitgliedsländer erwartet.

HB BERLIN. Bei den offiziellen Feierlichkeiten zur EU-Erweiterung in Dublin hat der irische Regierungschef Bertie Ahern den heutigen Samstag als «Tag der Hoffnung und der Chance» gewürdigt. Die zehn neuen Mitgliedsländer hätten den «rechtmäßigen Platz im Herzen der Gemeinschaft» eingenommen, sagte der EU-Ratspräsident bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Präsidenten des Europaparlaments, dem Iren Pat Cox, und EU-Kommissionschef Romano Prodi.

Zuvor hatten christliche, jüdische und moslemische Geistliche für Europa gebetet. «Wir appellieren an alle, die innerhalb der Grenzen der erweiterten Europäischen Union leben, gemeinsam daran zu arbeiten, Einigkeit, Gerechtigkeit, Frieden, Vergebung, Leben und Liebe für alle zu erzielen», hieß es in ihrer gemeinsamen Erklärung.

Zu den Feiern, die durch ein hohes Aufgebot an Sicherheitskräften geschützt werden, werden am Nachmittag die Staats- und Regierungschefs der 15 alten und zehn neuen Mitgliedsstaaten erwartet.

Am Sitz der irischen Staatschefin Mary MacAleese sollen alle 25 Flaggen der Mitgliedsländer zeitgleich gehisst werden. Der irische Literatur-Nobelpreisträger Seamus Heaney will ein speziell für die Erweiterung verfasstes Gedicht mit dem Titel «Beacons at Bealtaine» (Leuchtfeuer am 1. Mai) vortragen. Später ist ein gemeinsames Abendessen der Staats- und Regierungschefs vorgesehen.

Auch die Ministerpräsidenten der Türkei und Bulgariens sowie der rumänische Präsident werden bei der Zeremonie anwesend sein. Rumänien und Bulgarien sollen 2007 der EU beitreten. Über die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei ist noch nicht entschieden.

Laut irischen Zeitungen gelten in Dublin während der Feiern die schärfsten Sicherheitsvorkehrungen seit 20 Jahren. Etwa 5000 Polizisten und bis zu 2500 Soldaten sollen Ausschreitungen verhindern. Globalisierungsgegner hatten Proteste angekündigt. Für mögliche Festnahmen wurde extra ein ganzer Flügel eines Gefängnisses geräumt. Nach Angaben eines Polizeisprechers sind rund 250 Randalierer aus Nachbarstaaten, hauptsächlich Großbritannien, nach Dublin gekommen.

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