Kurden saßen auf deutschem Schiff fest
Italien lässt Flüchtlinge an Land

Nach Druck des UN-Flüchtlingshilfswerks hat Italien mehreren kurdischen Flüchtlingen erlaubt, Asyl zu beantragen. Diese hatten bisher auf einem Schiff festgesessen.

HB BERLIN. Die italienischen Behörden haben einer Gruppe kurdischer Bootsflüchtlinge die Beantragung von Asyl genehmigt. Die 13 türkischen Kurden, die seit dem 9. Oktober auf dem deutschen Frachtschiff «Lydia Oldendorff» festsaßen, gingen am Samstag im sizilianischen Hafen Augusta an Land. Das UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR hat zuvor Druck auf Italien ausgeübt, den Flüchtlingen den Antrag auf Asyl zu gestatten.

Die Kurden wurden zu einer Polizeiwache gebracht, wo ihre Identität festgestellt werden sollte. Zuvor hatte der italienische Innenminister Giuseppe Pisanu laut der Nachrichtenagentur Ansa erklärt, die Behörden seien angewiesen worden, die Asylanträge gemäß den internationalen Konventionen zu bearbeiten.

Die Flüchtlinge hatten sich sechs Tage lang im Rumpf der «Lydia Oldendorff» versteckt und wurden erst bei der Ankunft des Schiffes im italienischen Hafen Gioia Tauro entdeckt. Die italienischen Behörden weigerten sich jedoch, die völlig entkräfteten Kurden, darunter zwei Jugendliche, an Land zu lassen. Daraufhin saßen sie nach UNHCR-Angaben in einer Kabine von zwölf Quadratmetern und nur zwei Betten für alle 13 Mann fest.

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