Kurden spürten angeblich früheren irakischen Machthaber auf
Hussein angeblich von Kurden verraten

Kurden und nicht US-Soldaten sollen Saddam Hussein gefangen genommen haben. Laut einem Pressebericht verrieten kurdische Stammesmitglieder sein Versteck - aus persönlicher Rache.

HB BERLIN. Um eine Vergewaltigung zu rächen, haben Angehörige eines irakischen Kurdenstammes angeblich das Versteck von Saddam Hussein verraten. Dessen ältester Sohn Udai habe eine Frau aus dem Stamm missbraucht, bericht der britische «Sunday Express».

Der Ex-Diktator sei von kurdischen PUK-Kämpfern und nicht wie bisher bekannt von amerikanischen Truppen festgenommen worden, hieß es unter Berufung auf den britischen Militärgeheimdienst. Die Kurden hätten dem US-Militär dann die Übergabe Husseins angeboten, schreibt das Blatt. Dafür hätten sie mehr politisches Gewicht gefordert.

Weiter heißt es, dass die kurdischen Kämpfer Hussein vor der Überstellung an die USA Drogen verabreicht hätten. Auch ein westlicher Diplomat sagte der Zeitung, der Ex-Diktator sei «nicht als Ergebnis britischer oder amerikanischer Geheimdienstarbeit» gefasst worden. «Wir wussten, dass irgend jemand irgend wann Rache nehmen würde. Es war nur eine Frage der Zeit.»

Nach offizieller Darstellung der amerikanischen Armee wurde Hussein hingegen am 13. Dezember von US-Soldaten südlich von Tikrit in einem Erdloch aufgespürt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%