Kurdenführer besucht
Rice macht Druck auf Iraks Regierung

HB BERLIN. Bei einem überraschenden Besuch im Irak hat die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice am Sonntag im Norden des Landes Kurdenführer Massud Barsani getroffen. Im Laufe des Tages wolle sie auch mit dem irakischen Ministerpräsidenten Ibrahim al Dschafari sprechen, teilte ein Regierungssprecher in Bagdad mit.

Erstmals seit der Amtseinführung der neuen irakischen Regierung vor zwei Wochen hat damit ein Mitglied der US-Regierung das Land besucht. Für Rice ist es zudem die erste Reise in den Irak seit ihrer Vereidigung als Ministerin.

Wie der Sender CNN berichtet, will Rice Bagdad dazu ermahnen, planmäßig bis August eine neue Verfassung auszuarbeiten. Von diesem Schritt hängt die Wahl einer neuen Regierung ab, die bis Jahresende stattfinden soll. Vorher wollen die USA ihre Truppen nicht aus dem Irak abziehen.

Im Land kam es unterdessen zu weiteren Gewaltakten. Laut CNN wurden in der irakischen Stadt Bakuba 60 Kilometer nördlich von Bagdad bei zwei Selbstmordanschlägen vier Menschen getötet und zahlreiche verletzt. Eines der Ziele der Anschläge war der Provinzgouverneur, der aber unverletzt blieb.

In Bagdad wurden am Sonntagmorgen 17 Leichen gefunden, wie das staatliche Fernsehen berichtete. Am Vortag waren in der 110 Kilometer entfernten Stadt Ramadi zehn Tote entdeckt worden. Laut dem Verteidigungsministerium handelte es sich um Soldaten.

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