La République En Marche 100 Mitglieder wollen wohl Macrons Partei verlassen

Aus Protest gegen zu wenig interne Demokratie wollen laut einem Bericht rund 100 Mitglieder die Partei des französischen Präsidenten Macron verlassen. Er hatte La République En Marche erst im Frühjahr 2016 gegründet.
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Der französische Präsident muss sich nun auch um Probleme in seiner eigenen Partei kümmern. Quelle: AFP
Emmanuel Macron

Der französische Präsident muss sich nun auch um Probleme in seiner eigenen Partei kümmern.

(Foto: AFP)

ParisKurz vor einem wichtigen Parteitag gibt es Unruhe in der Partei des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Aus Protest gegen zu wenig interne Demokratie wollen laut einem Bericht des Senders Franceinfo rund 100 Mitglieder die Partei La République En Marche verlassen. Diese „beleidige die fundamentalen Prinzipien der Demokratie“ mit Strukturen wie im Ancien Régime der absolutistischen Könige, heißt es in einer Stellungnahme der „100 Demokraten“, wie die Gruppe sich nennt.

Ein Parteitag von La République En Marche (LREM) soll am Samstag den bisherigen Regierungssprecher und Macron-Vertrauten Christophe Castaner zum Parteichef wählen. Einen Gegenkandidaten gibt es nicht. Die Kritiker bemängeln unter anderem, dass keine Urwahl aller Mitglieder vorgesehen ist und dass Mitglieder ohne Amt nur per Zufallsprinzip ein Stimmrecht auf dem Parteitag bekommen konnten. Die Mehrheit der Stimmberechtigten im sogenannten Nationalrat sind Parlamentarier und andere Mandatsträger.

Macrons magische Nacht
Der perfekte Ort für eine Wahlparty
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Emmanuel Macron hatte die Bühne direkt vor die Pyramide des Pariser Louvre aufbauen lassen. Dort hatten sich bereits am Vorabend Tausende Anhänger versammelt.

Gang zur Bühne
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Der 39-Jährige ist Frankreichs jüngster Präsident aller Zeiten. Hier schreitet er zur Bühne, zuvor hatte Macron bereits im Fernsehen zum französischen Volk gesprochen.

Auf der Bühne
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Macron lässt sich von seinen Anhängern feiern. Während er auf die Bühne neben der Glaspyramide trat, ertönte die Melodie von Beethovens „Ode an die Freude“ – die Hymne der Europäischen Union.

Mit Frau Brigitte (Mitte r.) und Stieftochter Auziere
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Der pro-europäische Kandidat hatte die Stichwahl gegen die EU-Gegnerin und Rechtspopulistin Marine Le Pen laut Hochrechnungen mit fast 66 Prozent der Stimmen gewonnen. Zahlreiche Anhänger Macrons schwenkten Frankreich- und Europaflaggen.

Während der Nationalhymne
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Dann erklang die Marseillaise, die französische Nationalhymne, und Macron legte sich die Hand aufs Herz.

Präsident aller Franzosen
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Macron dankte seinen Unterstützern und wandte sich auch an Wähler, die nicht mit seinen Positionen übereinstimmen, aber für ihn gestimmt haben, um Le Pen zu verhindern.

Ansprache an die Le Pen-Wähler
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Macron kündigte an, alles zu tun, damit Wähler in Zukunft nicht mehr für die Front National (FN) stimmen. Die Wähler der rechtspopulistischen FN-Kandidatin Marine Le Pen hätten „eine Wut, eine Verunsicherung, manchmal Überzeugungen“ ausgedrückt, sagte Macron. „Ich respektiere sie. Aber ich werde in den fünf kommenden Jahren alles tun, damit sie keinen Grund mehr haben, für Extreme zu stimmen.“

Macron hatte La République En Marche erst im Frühjahr 2016 gegründet und als politische Bewegung positioniert, die mit traditionellen Parteistrukturen brechen sollte und sich „weder rechts noch links“ verortet. Nach schwungvollen Wahlkämpfen und den großen Erfolgen der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen geht es nun darum, die junge Mehrheitspartei zu festigen. Schon die im Sommer beschlossenen neuen Statuten waren von manchen Mitgliedern als zu wenig basisdemokratisch kritisiert worden.

Eine Liste der 100 Kritiker veröffentlichte Franceinfo nicht. Dem Sender zufolge handelt es sich überwiegend um Basismitglieder, Kommunalpolitiker und lokale Parteiverantwortliche. Sie wollten am Freitag geschlossen ihren Austritt erklären. LREM hat nach eigenen Angaben mehr als 380.000 Mitglieder.

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  • dpa
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