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11.05.2008 

Unicef zufolge sind in einigen Gebieten bis zu 20 Prozent der Kinder an Durchfall erkrankt. Das Hilfswerk World Vision sprach von einem „Wettlauf gegen die Zeit“. Die bisher in Birma eingetroffene Unterstützung sei nichts weiter als ein Tropfen auf den heißen Stein. Nach Angaben der Vereinten Nationen erreichten am Sonntag weitere Hilfsgüter die Überlebenden des Sturms, nachdem Straßen von Trümmern und umgestürzten Bäumen geräumt wurden. Rotes Kreuz und Roter Halbmond berichteten, drei ihrer Flugzeuge hätten 14 Tonnen Hilfsgüter nach Birma gebracht. Am Montag sollten weitere Maschinen mit 20 Tonnen Material landen, darunter Benzinkanister und Moskitonetze.


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Birmas Militärjunta nimmt zwar Hilfslieferungen aus dem Ausland und auch von den Uno an, lehnt aber deren Logistik ab. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) beantragte Visa für 16 Mitarbeiter, nur eines wurde genehmigt. World Vision erging es nach eigenen Angaben ähnlich: Von 20 Einreiseanträgen kamen lediglich zwei durch. In der Stadt Labutta, die zu 80 Prozent durch den Zyklon zerstört wurde, geben die Behörden derzeit eine Tasse Reis am Tag pro Familie aus, wie ein EU-Vertreter berichtete.

Das erste Rote-Kreuz-Schiff mit Gütern für mehr als 1000 Menschen sank am Sonntag kurz vor Erreichen seines Ziels im Irrawaddy-Delta. Das doppelstöckige Frachtboot habe offenbar einen unter Wasser liegenden Baumstamm gerammt, sagte ein Sprecher der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) in Bangkok. Die Mannschaft und die vier birmanischen Rotkreuz-Mitarbeiter konnten sich in Sicherheit bringen, doch das Schiff sei untergegangen.

Auch das Technische Hilfswerk (THW) bereitet sich auf einen Einsatz im Katastrophengebiet von Birma vor. In der Zentrale für Auslandslogistik in Rüsselsheim würden zurzeit technische Ausstattung, Material, Gerät und Fahrzeuge aus dem gesamten Bundesgebiet für einen möglichen Einsatz zusammengezogen, teilte die THW-Zentrale am Sonntag in Bonn mit.

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