Lage in Nahost spitzt sich zu
„Religionskrieg“-Vorwürfe und Gewaltaufrufe

Die Lage in Nahost spitzt sich immer weiter zu. Bei neuen Protesten im Westjordanland wird am Dienstag ein Palästinenser erschossen. Abbas macht Israel schwere Vorwürfe – aber auch der Hamas.
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Tel Aviv/Ramallah/HebronPalästinenserpräsident Mahmud Abbas hat Israel vorgeworfen, den Nahen Osten in einen zerstörerischen Religionskrieg zu stürzen. Bei einer Rede zum zehnten Todestag von Palästinenserführer Jassir Arafat in Ramallah forderte Abbas Israel dazu auf, seine „Siedler und Extremisten von der Al-Aksa-Moschee (und dem Tempelberg) fernzuhalten“.

Der inhaftierte Fatah-Führer Marwan Barguti rief dazu auf, Israel mit Gewalt zu bekämpfen. „Die Option des Widerstandes bleibt der kürzeste Weg um die Besatzung zu besiegen“, schrieb der seit 2002 wegen Beteiligung an der Ermordung von fünf Israelis inhaftierte Barguti in einem offenen Brief.

Nach tödlichen Unruhen und zwei Messer-Angriffen sind Israels Sicherheitskräfte in erhöhter Alarmbereitschaft. Im Westjordanland kam es zu neuen Ausschreitungen, bei denen ein 21-jähriger Palästinenser getötet wurde.

In Ramallah nahmen am Dienstag Tausende Menschen an Gedenkmärschen für Arafat teil, der am 11. November 2004 gestorben war. Mit gelben Flaggen seiner Fatah-Partei und begleitet von Trommelwirbel marschierten sie zu seinem Grab. Über die genaue Todesursache Arafats, der als Symbolfigur des palästinensischen Strebens nach eigener Staatlichkeit galt, wurde jahrelang spekuliert.

Nach der Entnahme von Gewebsproben aus seiner Grabstätte wiesen französische und russische Experten im vergangenen Jahr eine Giftmord-These zurück. Sie widersprachen damit einem Gutachten aus der Schweiz.

Abbas legte an Arafats Grab einen Kranz nieder. In seiner anschließenden Rede kritisierte er auch die radikal-islamische Hamas scharf, die zusammen mit der Fatah eine Einheitsregierung bildet. „Jeden Tag äußern sie (Hamas) sich gegen uns, genau wie die Israelis. Sie sagen dieselben Worte. Sie benutzen dieselbe Rhetorik“. Auch fünf Monate nach der Bildung der Einheitsregierung dauern die Spannungen zwischen den beiden größten Palästinenserorganisationen an.

Im Al-Arub-Flüchtlingslager nördlich von Hebron lieferten sich am Dienstag Palästinenser neue Konfrontationen mit der israelischen Armee. Eine Militärsprecherin sagte, rund 200 Palästinenser hätten nahe dem Al-Arub-Flüchtlingslager randaliert. Als ein Palästinenser mit einer „improvisierte Waffe“ auf die Soldaten gezielt hätte, hätten diese das Feuer eröffnet. Palästinensische Medien berichteten, der 21-Jährige, der in die Brust getroffen wurde, sei anschließend im Krankenhaus verstorben.

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Erneute Dringlichkeitssitzung des Sicherheitskabinetts

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  • Wo haben die Palästinenser denn das viele Geld für die mörderischen Angriffe auf Israel? Nur von den Deutschen!!!!

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