Lage in Syrien USA versprechen Rebellen Millionenhilfe

Die anhaltende Gewalt in Syrien führt auch zu Versorgungslücken. Die USA sicherten jetzt erneut Millionen nichtmilitärische Hilfe zu - für die Rebellen. Das passt Russland nicht. Unterdessen gehen die Kämpfe weiter.
Update: 29.09.2012 - 03:06 Uhr 13 Kommentare
Beschädigte Häuser in Aleppo - die USA stocken ihre humanitäre Hilfe auf. Quelle: AFP

Beschädigte Häuser in Aleppo - die USA stocken ihre humanitäre Hilfe auf.

(Foto: AFP)

New York/BeirutUS-Außenministerin Hillary Clinton hat den syrischen Rebellen am Freitag weitere Unterstützung in Millionenhöhe zugesagt. Die Regierung in Washington werde der Opposition 15 Millionen Dollar für nichtmilitärische Hilfe sowie 30 Millionen Dollar für humanitäre Hilfe zur Verfügung stellen, sagte Clinton bei einem Treffen der "Freunde Syriens" am Rande der UN-Vollversammlung in New York.

Ziel der Zusammenkunft war es, die zersplitterte syrische Opposition zu einer besseren Zusammenarbeit zu bewegen. Clinton empfing am Freitag die Vertreter der "Freunde Syriens", zu der die USA, die Europäische Union und die Arabische Liga gehören. Sie kamen in New York mit mehreren Gesandte von syrischen Exilorganisationen zusammen.

Die USA haben den Rebellen bereits humanitäre Unterstützung von mehr als 130 Millionen Dollar sowie fast 45 Millionen Dollar an nichtmilitärischer Hilfe bereitgestellt. Das Geld fließt an unbewaffnete Oppositionsgruppen.

Dafür fand der russische Außenminister Sergej Lawrow scharfe Worte. Er sagte am am Freitagabend (Ortszeit) in New York, die Unterstützung der syrischen Opposition würde das Land „immer tiefer in eine verheerende Gewaltspirale stürzen“. Der Weg zum Frieden könne nur mit einem sofortigen Waffenstillstand, der Freilassung von Gefangenen und der Versorgung Notleidender beginnen. „Unter diesen Bedingungen könnte ein Dialog in Syrien zustande kommen.“

Russland, das einen wichtigen Marinestützpunkt in Syrien unterhält, hatte dem Regime von Baschar al-Assad vor kurzem noch Waffen für 460 Millionen Euro verkauft. Seit Beginn der Niederschlagung der Proteste sollen laut UN mindestens 20 000 Menschen getötet worden sein, andere Quellen sprechen von 30 000.

Der Außenminister aus Moskau kritisierte zudem westliche Sanktionen wie die gegen Syrien oder den Iran scharf. „Wir haben keinen Zweifel, dass solche Sanktionen ... die Einheit der internationalen Gemeinschaft schwächen und die Wirkung ihrer Bemühungen schwächen“, sagte Lawrow über nicht von den Uno beschlossene Sanktionen vor der Vollversammlung in New York.

Solche Sanktionen von nur einigen Staaten seien eine „grobe Verletzung“ der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Viele westliche Staaten hatten eigene Sanktionen gegen Syrien erlassen, nachdem Russland und China trotz Tausender Toter Resolutionen gegen das Regime in Damaskus abgelehnt hatten.

Kämpfe in Aleppo - Rebellen verdächtigen PKK
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Lage in Syrien - USA versprechen Rebellen Millionenhilfe

13 Kommentare zu "Lage in Syrien: USA versprechen Rebellen Millionenhilfe"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Jetzt wissen wir es. USA gehört zu den Schurkenstaaten!
    Und was war doch gleich noch mal ein Friedensnobelpreis? Wir der jetzt auch an Terroristen verliehen?
    Wer kennt sich damit noch aus.

  • @Thomas
    Ich schätze Sie haben da etwas falsch verstanden. Russland muß Syrien helfen, da sie sonst als nächte "drann sind". Russland hat einfach keine Alternative, das ist für mich verständlich. USA usw. haben eine Alternative, sich nämlich raus zu halten, aber es geht eben nicht um Frieden, sondern darum letztlich Russland gänzlich zu umzingeln und fertig zu machen !

  • Völlig richtig, der Unruheherd liegt seit eh und je in Israel bei den Zionisten. Es soll ein Groß Israel entstehen - entsprechend vorchristlicher Zeit. Möglich ist das nur durch die Unterstürtzung der reichen Juden aus den USA !

  • Die einzigen die keinen Frieden in Syrien wollen ist die USA. Syrien wird strategisch gebraucht für einen Angriff auf den Iran. Egal wie viele Kinder, Mütter, Väter - Familien dabei getötet werden müssen.

    Ist es unseren Journalisten egal sich am Mord von Zivilisten zu beteiligen? Das hatten wir ja in unserer Geschichte schon einmal.

    youtube.com/watch?v=movPythR2GE

  • Volle Zustimmung. So ähnlich wollte ich gerade schreiben.

    http://hinter-der-fichte.blogspot.de/search/label/Syrien
    Das Handelsblatt-Online ist wiedermal na....

    Wieso kommentiert man einfach solche haarsträubenden Lügen nicht und setzt sie hier Online, liebe Redakteure.
    Christoph Hörstel ehem Fernsehreporter war in Syreien und hat sich davon überzeugt, wie von USisrael bezahlte Terroristen, Killer in Wohngebiete gehen und Wahllos auf Frauen und Kinder schießen.
    Hier verschließt man die Augen. Ein Skandal sondergleichen!!!
    http://www.youtube.com/watch?v=SlbpFCiyyG4

  • Das alte Spiel ein neues mal.
    Zuerst werden die Rebellen hoffiert, bekommen Waffen, Geld aus den Staaten und von ihren Verbündeten (auch D). Dann werden sie vom Sockel gestoßen und vernichtet.

    Dann hat Israel wieder etwas mehr Land denn das ist das eigentliche Ziel. Israel braucht sein Geschenk (von Jehove) um glücklich zu werden und kämpft mit allen Mitteln darum.
    Wir in D sind da nur der Handlanger.

    Wir sollten uns da raushalten sonst machen wir uns schuldig. Wieder schuldig am Tot von vielen Menschen und fördern ein Getto mit einer weiteren Mauer.

  • schon wenn man das unten stehende liest, muss man eine Energiewende schaffen um kein Gas von den Russen kaufen zu müssen.

    Russland, das einen wichtigen Marinestützpunkt in Syrien unterhält, hatte dem Regime von Baschar al-Assad vor kurzem noch Waffen für 460 Millionen Euro verkauft. Seit Beginn der Niederschlagung der Proteste sollen laut UN mindestens 20 000 Menschen getötet worden sein, andere Quellen sprechen von 30 000.

  • ich bin immer wieder erstaunt ueber unsere medien kultur.hat man sich mal gedanken darueber gemacht,das die sache ohne unterstuetzung des syrischen volkes fuer assad schon laengst erledigt waere?es geht um die befreiung des syrischen volkes !laecherlicher kann man wohl nicht argumentieren!!!im nach hinein kann ich bill verstehen diese h. clinton ist das allerletzte.wenn ich unsere welle hoere wird mir einfach nur schlecht.wir werden von unseren medien sowie den politclowns nur fuer bloed gehalten!!das man den normalen menschenverstand so gering einschaetzt ist schon eine bodenlose frechheit.

  • Liebes Handelsblatt, werfen Sie bitte mal einen Blick auf en Block "Schall und Rauch" dort können Sie Videos sehen die zeigen, wie die Rebellen Reihenweise Zivilisten masakrieren - mit Hilfe der angeblichen Humanitären Unterstützung von USA, Türkei etc.
    Leittragende dieser "Unterstüzerei" sind wie in Libyen (zerbomtes geniales Wasserversorgunsnetz für die Entwicklung des Landes) die Zivilbevölkerung. Unendliches Leid für die Menschen um an Iran und Russland ranzukommen. Liebes Handelsblatt, ich bin traurig über die falsche Darstellung der Vorgänge. Wie können Sie soetwas mit Ihrem Gewissen vereinbaren ?

  • Ich wünschte manchmal, das Handelsblatt formulierte bessere, unvoreingenommenere, kältere Positionen als schwammige Kolportagen über irgendeine amerikanische "Millionenhilfe" in einem Krieg, dessen einziges Ziel offensichtlich die Zerstörung der syrischen Zivilisation war und leider noch ist. Wohlgemerkt: einziges Ziel, wie im Irak. Dies verkauft als "Hilfe". Danke recht sehr!

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%