Lage spitzt sich zu
Israel rückt mit Panzern im Gaza-Streifen ein

Die israelische Armee ist Donnerstag mit Panzern und Planierraupen in den Gaza-Streifen eingerückt und hat im Flüchtlingslager Rafah mit der Zerstörung von Häusern begonnen. Opfer gab es allerdings nicht.

HB GAZA-STADT. Zuvor hatten radikale Palästinenser einen Bombenanschlag auf zwei Kontrollposten des israelischen Militärs in der Nähe von Jerusalem verübt. Zwei Palästinenser waren dabei getötet worden. In israelischen Militärkreisen war von einer Aktion gegen „terroristische Infrastrukturen“ die Rede.

Augenzeugen sagten, die israelischen Soldaten hätten die Bewohner aufgefordert, die Häuser zu verlassen und die Planierraupen mit der Zerstörung von Häusern begonnen. Eine Planierraupe habe die Wand eines Hauses eingerückt, als Mitglieder einer Familie noch im Haus gewesen seien. Es habe allerdings keine Opfer gegeben.

Der Bombenanschlag auf die Kontrollposten des israelischen Militärs am Mittwoch war der erste Angriff dieser Art seit sechs Monaten. Zu dem Anschlag bekannten sich die militanten Al-Aksa-Märtyer-Brigaden, die zur Fatah-Bewegung von Palästinenser-Präsident Jassir Arafat gehören.

Ein paar Stunden nach dem Bombenanschlag der Palästinenser hatten Kampfhubschrauber am Mittwochabend Augenzeugen zufolge zwei Raketen auf Ziele im Süden des Gaza-Streifens gefeuert. Die Raketen seien am Rande des Flüchtlingslagers Rafah eingeschlagen. Berichte über Opfer lagen bisher nicht vor. Das israelische Militär hatte außerdem mit Panzern die Stadt Dschenin im Westjordanland abgeriegelt, aus der die Bombe stammen soll.

Die Gewalt im Gaza-Streifen hat sich seit dem Bekanntwerden israelischer Pläne zur Räumung des seit 1967 besetzten Gebiets verstärkt. Das Militär geht mit entschiedener Härte vor, um eine weitere Eskalation von Anarchie und Gewalt im Gaza-Streifen zu verhindern.

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