Lage weiterhin ernst

Terror-Warnstufe für Brüssel herabgesetzt

Schulen, Universitäten, U-Bahn-Stationen: Seit Tagen steht das Leben in Brüssel still. Nun senken die Behörden offenbar die Terrorwarnstufe in der belgischen Hauptstadt. Doch die Situation bleibt weiterhin ernst.
Update: 26.11.2015 - 20:17 Uhr
Seit der Ausrufung der höchsten Terrorwarnstufe patrouillieren die Einsatzkräfte durch die Innenstadt. Quelle: dpa
Mehrere Razzien

Seit der Ausrufung der höchsten Terrorwarnstufe patrouillieren die Einsatzkräfte durch die Innenstadt.

(Foto: dpa)

BrüsselDie Terrorwarnstufe für die belgische Hauptstadt Brüssel ist von der höchsten Kategorie vier auf drei heruntergestuft worden. Damit gilt die Bedrohung durch einen Anschlag nur noch als „möglich und wahrscheinlich“, nicht mehr als „ernstzunehmend und nahe bevorstehend“. Das entschied das nationale Koordinierungsorgan für die Bedrohungsanalyse am Donnerstag.

Regierungschef Charles Michel sagte, die Bedrohung bleibe ernsthaft, sei aber weniger akut. Auf Details ging er nicht ein. „Wir setzen alle Hebel in Bewegung, um so rasch wie möglich zum normalen Leben zurückzukehren“, sagte der liberale Politiker nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates laut Nachrichtenagentur Belga.

Die Präsenz von Soldaten und Polizisten in den Straßen der Hauptstadt soll schrittweise angepasst werden. Die U-Bahn wird von Freitag an wieder komplett geöffnet sein. Bisher war nur etwa die Hälfte der Stationen in Betrieb. Die maximale Warnstufe vier hatte seit vergangenem Samstag gegolten. Die belgischen Behörden fürchteten einen Anschlag wie in Paris, wo am 13. November 130 Menschen durch islamistische Attentäter getötet worden waren.

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu den Pariser Terroranschlägen gab es wieder Razzien: Im ostbelgischen Verviers gab es zwei Durchsuchungen, im südbelgischen Auvelais eine. Personen wurden dabei nicht festgenommen, berichtete die Staatsanwaltschaft.

Die Welt leuchtet blau, weiß und rot
Utrechter Dom
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Mit dem Turm des Utrechter Doms leuchtet der höchste Kirchturm der Niederlanden in den Farben Frankreichs.

Kölner Dom
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Der Kölner Dom selbst ist zwar nicht angestrahlt, eine Solidaritätsbekundung für die Opfer der Terroranschläge ist auf dem Vorplatz des Wahrzeichens aber dennoch zu sehen.

Eiffelturm, Paris
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Das Wahrzeichen der französischen Hauptstadt, das nach den Anschlägen zunächst gesperrt war, erstrahlt natürlich auch in den Nationalfarben.

Kriegsdenkmal, Beausoleil
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Das Kriegsdenkmal im südfranzösischen Beausoleil ist zwar nicht angestrahlt, dort weht aber die französische Flagge in Gedenken an die Opfer des Terrors.

Nationalversammlung, Paris
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Nach dem Attentat leuchtet das Gebäude der französischen Nationalversammlung in Paris in blau, weiß und rot.

De La Salle Universität, Manila
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Die De La Salle Universität in der philippinischen Hauptstadt Manila ähnelt ein wenig der französischen Nationalversammlung und auch ihre Fassade ist in Frankreichs Nationalfarben angestrahlt.

Schweizer Parlament, Bern
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Französische Farben auch am Schweizer Parlament in der Landeshauptstadt Bern.

  • rtr
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