Land will jeden Angriff zurückschlagen
Iran sorgt für wachsende Nervosität in Washington

Der Iran lässt seine Muskeln spielen: Mit weiteren Raketentests und Erfolgsmeldungen von zwei neuen „Superwaffen“ versucht das Regime Eindruck zu machen. Mit Erfolg. Die US-Regierung zeigt sich zunehmend beunruhigt und wertete die jüngsten Raketentests zugleich als Beleg für die Entwicklung aggressiver Waffenprogramme.

HB WASHINGTON/LONDON/TEHERAN. Die Tests mehrerer neuartiger Raketen und Torpedos innerhalb von drei Tagen würden nicht nur von den Nachbarländern als Gefahr angesehen, sagte Außenamtssprecher Adam Ereli am Montagabend (Ortszeit) in Washington. Er erinnerte daran, dass der Persische Golf, wo die iranischen Streitkräfte derzeit üben, ein lebenswichtiger internationaler Wasserweg sei. Derweil zweifelt das Internationale Institut für Strategische Studien (IISS) in London an den Angaben zu den Raketentests aus dem Iran.

Wie das staatliche iranische Fernsehen am Dienstag berichtete, wurde unterdessen ein dritter Raketentest im Rahmen des einwöchigen Seemanövers „Heiliger Prophet“ unternommen. Gleichzeitig meldete Teheran den erfolgreichen Test eines „super-modernen Flugbootes“. Dieses könne nicht per Radar geortetet werden und aus dem Wasser abheben, um Raketen abzuschießen. Außenminister Manuchehr Mottaki versicherte gleichzeitig, die Militärdoktrin des Irans sei „defensiv“ und stelle keine Bedrohung für irgend ein anderes Land dar.

Der Chef der Revolutionären Garde, General Jahja Rahim Safawi, erklärte am Dienstag, die iranischen Streitkräfte könnten sich mit neuer Rüstungstechnik gegen jeden Angriff von außen verteidigen. Er warnte zugleich, man werde jeder Invasion entgegentreten. Die Warnung richtete sich offenbar an die Vereinigten Staaten, auch wenn die Regierung in Washington nicht explizit genannt wurde.

Safawi forderte die ausländischen Truppen nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur IRNA auf, die Region zu verlassen. Nur so sei einer dauerhafter Frieden am Persischen Golf zu erreichen.

Das Internationale Institut für Strategische Studien (IISS) in London betrachtet die iranischen Erfolgsmeldungen skeptisch. „Wenn das stimmt, dann wäre dies erheblich mehr als das was der Westen derzeit (an Waffen) hat“, zitierte das Institut auf seiner Internetseite einen Marine-Experten. „Aber ich würde dem nicht zu viel Gewicht beimessen“, erklärte Jason Alderwick. Es könne genauso gut sein, dass die Iraner „gewaltig aufschneiden“.

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