Landeshauptmann von Kärnten verlangt personelle Vollmachten
Haider will wieder FPÖ-Chef werden

Jörg Haider bringt sich wieder als möglicher FPÖ-Chef ins Spiel. Nicht, ohne dafür Bedingungen zu stellen.

HB BERLIN. Nach dem Ausschluss von Vertretern des rechten Parteiflügels hat der ehemalige Vorsitzende der FPÖ, Jörg Haider, seine Rückkehr angedeutet. Haider, derzeit Landeshauptmann in Kärnten, sagte im Österreichischen Rundfunk, es gehe jetzt darum sicherzustellen, «ob die FPÖ überhaupt als politische Kategorie erhalten bleibt».

Er stellte sich indirekt erneut für den Parteivorsitz zur Verfügung: «Hier geht es um die Existenz, und da schaue ich jetzt sicher nicht zu», sagte Haider. Er werde die Führung der FPÖ oder einer Nachfolgepartei aber nur übernehmen, wenn dem ein einstimmiger Vorstandsbeschluss vorangehe. Zudem müssten ihm weit reichende personelle Vollmachten erteilt werden.

Haider lehnte jegliche Konzessionen an die Vertreter des rechten Parteiflügels ab. Die innerparteilichen Gegner hatten ihm Verrat vorgeworfen, weil er in letzter Zeit von radikalen Äußerungen abgerückt ist und einen eher pragmatischen Kurs vertreten hat.

Die Auseinandersetzungen hatten in den vergangenen Wochen zu einem drastischen Absinken der FPÖ in der Wählergunst geführt. Bei den Kommunalwahlen am 6. März kam die Partei nur noch auf 3,3 Prozent der Stimmen. Unter Haider hatte die FPÖ auf Bundesebene im Jahr 1999 noch knapp 27 Prozent der Stimmen bekommen.

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