Landesweite Welle der Gewalt
Mindestens 24 Tote bei Zusammenstößen im Irak

Bei Feuergefechten zwischen einer verbotenen schiitischen Miliz und von Spanien geführten Koalitionstruppen sowie Polizisten sind am Sonntag im Irak mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen.

HB NADSCHAF. Bei den drei Stunden dauernden Schießereien nahe der Stadt Nadschaf seien etwa 200 Menschen verletzt worden, berichteten Mitarbeiter von Krankenhäusern in der Stadt und dem benachbarten Kufa. Nach Angaben des spanischen Verteidigungsministeriums befanden sich unter den Getöteten auch vier Soldaten aus El Salvador. US-Zivilverwalter Paul Bremer gab die Gründung eines irakischen Verteidigungsministeriums und eines Geheimdienstes bekannt.

Augenzeugen berichteten, Demonstranten und Mitglieder der verbotenen Mehdi-Armee seien auf den Stützpunkt der Koalitionstruppen zumarschiert. Einige hätten mit Steinen geworfen und versucht, in den Stützpunkt einzudringen. Die Miliz unterstützt den radikalen anti-amerikanischen Geistlichen Moktada el Sadr. Die Demonstranten protestierten nicht nur in Nadschaf, sondern auch in Bagdad und Kufa gegen die angebliche Festnahme einer der Berater Sadrs durch spanische Soldaten am Freitag und die Schließung der Zeitung „El Hausa“ vor einer Woche. Spanien hat eine Festnahme verneint. Das Blatt galt als Sprachrohr Sadrs. Nadschaf ist ein Zentrum der Schiiten. In dem nahe gelegenen Stützpunkt sind Soldaten aus Spanien, El Salvador und anderen Staaten mit spanischer Landessprache stationiert.

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