Landreform in Simbabwe
Deutscher Unternehmer stoppt Investitionen im südlichen Afrika

Angesichts Kontroverse um die Landreform im südlichen Afrika wird einer der größten deutschen Einzelinvestoren in der Rgeion seine Investitionen einstellen. Das sagte Unternehmer Wilfried Pabst sagte dem südafrikanischen Rundfunk SABC.

HB JOHANNESBURG/WINDHUK. Pabst sagte am Donnerstag, er fürchte nach der chaotisch verlaufenen Landenteignung in Simbabwe ein Übergreifen auf andere Länder. Namentlich nannte er Namibia und Südafrika, denen er „zumindest stillschweigende Billigung“ vorhielt. Pabsts Wirtschaftsinteressen in der Region werden auf 500 Millionen Rand (65 Mio Euro) geschätzt.

In Namibia hatte Präsident Sam Nujoma am Vorabend eine „Minderheit rassistischer kommerzieller Farmer“ davor gewarnt, den in der ehemaligen deutschen Kolonie eingeleiteten Prozess der Farmenteignung gegen Entschädigung zu stören. Jeder enteignete Grundbesitzer erhalte eine von amtlichen Wertschätzern ermittelte Entschädigung.

Ministerpräsident Theo Ben Gurirab hatte Ende Februar angesichts einer schleppend verlaufenen Landreform und steigenden Unmuts unter der schwarzen Bevölkerung die Enteignung von Farmen im öffentlichen Interesse gegen Entschädigung angekündigt. Im Mai hatte die Regierung erste Farmer aufgefordert, ein Verkaufsangebot vorzulegen. Zu den Betroffenen gehören auch deutsche Farmbesitzer.

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