Langjähriger italienischer Regierungschef
Giulio Andreotti ist tot

Durch seine zahlreichen Skandale hatte er wenig schmeichelhafte Spitznahmen wie „schwarzer Papst“ oder „Beelzebub“. Jetzt ist der langjährige italienische Regierungschef Giulio Andreotti mit 94 Jahren gestorben.
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RomDer langjährige italienische Regierungschef Giulio Andreotti ist tot. Italienischen Medienberichten vom Montag zufolge starb der Senator auf Lebenszeit am Vormittag in seinem Haus in Rom im Alter von 94 Jahren. Der am 14. Januar 1919 geborene Andreotti war jahrelang einer der mächtigsten Politiker Italiens und einer der prominentesten Vertreter der italienischen Christdemokratie. In den Jahren 1972 bis 1992 war er sieben Mal Regierungschef und 21 Mal Minister.

Andreotti war während seiner aktiven politischen Zeit auch in zahlreiche Affären verstrickt. Im Jahr 2003 wurde er nach jahrelangen Prozessen vom Verdacht der Zusammenarbeit mit der Mafia freigesprochen, nachdem ihn ein Gericht im Jahr zuvor noch zu 24 Jahren Haft verurteilt hatte. Andreotti war vorgeworfen worden, im Jahr 1979 in die Ermordung des Journalisten Mino Pecorelli verwickelt gewesen zu sein.

Seine Umstrittenheit und politische Langlebigkeit brachten Andreotti zahlreiche Spitznamen ein wie etwa „schwarzer Papst“, „Beelzebub“ oder auch der „Rostfeste“. Im vergangenen Jahr wurde Andreotti mehrfach mit Herzbeschwerden ins Krankenhaus eingeliefert. Medienberichten zufolge litt er unter Herzrhythmusstörungen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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