Laut New York Times
Zweifel an Iran-Kompetenz von Bushs Gemeindiensten

Eine von US-Präsident George Bush selbst eingesetzte Kommission zur Bewertung von Geheimdienst-Informaionen ist offenbar zu einem alarmierenden Ergebnis gekommen: Demnach wissen die US-Behörden gar nicht genut über die Lage im Iran, um die Bedrohung durch Atomwaffen einschätzen zu können. Das schreibt die New York Times.

HB WASHINGTON. Der Studie zufolge seien die vorliegenden Informationen nicht dazu geeignet, klare Aussagen über das iranische Waffenprogramm zu treffen, berichtete die New York Times am Dienstag auf ihrer Internetseite.

Die Untersuchung, die sich eigentlich mit der Qualität der Geheimdienstinformationen über den Irak vor dem Krieg befasst, solle Bush in diesem Monat überreicht werden. Ein Sprecher der Kommission wollte zu dem Zeitungsbericht keine Stellungnahme abgeben.

Der Zeitung zufolge besteht die Kommission aus neun Mitgliedern, die von den beiden großen Parteien entsand wurden. Sie habe 14 Monate an ihrem Bericht gearbeitet und Zugang zu allen wichtigen Geheimdokumenten und zu Führungskräften der Sicherheitsbehörden gehabt. In dem Bericht werde auch die Informationslage zu Nordkorea kritisiert.

Bush wirft dem Iran vor, ein Atomwaffenprogramm zu verfolgen und hat das Land zu einer „Achse des Bösen“ gerechnet. Die Führung in Teheran hat die Vorwürfe zurückgewiesen und erklärt, das Atomprogramm diene ausschließlich dem Zweck der Stromerzeugung.

Im November legten US-Gemeindienste dem Kongress ein Papier vor, das die Bedrohung durch den Iran bestätigen sollte.

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