Laut Statistikamt
Arbeitslosenquote in Frankreich bleibt stabil

Das französische Arbeitsministerium erklärt, die Arbeitslosenzahlen seien weiter gestiegen – das Statistikamt Insee hingegen meint, die Quote sei seit Ende 2013 stabil. Grund sind unterschiedliche Berechnungsmethoden.
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ParisNach einem leichten Rückgang Ende 2013 hat sich die Arbeitslosenquote in Frankreich nach Angaben des französischen Statistikamtes Insee stabilisiert. In den ersten drei Monaten dieses Jahres lag die Quote wie im Vorquartal bei 9,7 Prozent, wie Insee am Donnerstag in Paris mitteilte. Die französischen Überseegebieten mit eingerechnet betrug die Quote 10,1 Prozent.

Nach den Berechnungen von Insee, das die Methode der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) anwendet, waren in den ersten drei Monaten des Jahres in Frankreich knapp 2,78 Millionen Menschen arbeitslos. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2013 stellte Insee einen leichten Rückgang der Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte fest.

Die Zahlen weichen von denen der französischen Arbeitsagentur ab, die monatlich vom Arbeitsministerium in Paris veröffentlicht werden. Demnach ist die Zahl der Arbeitslosen im ersten Quartal dieses Jahres weiter angestiegen - um 42.000. Erst kürzlich meldete das Arbeitsministerium einen neuen historischen Höchstwert von 3,36 Millionen Arbeitslosen Ende April.

Die Differenz erklärt sich mit den unterschiedlichen Berechnungsmethoden: Während die Zahlen des Statistikamtes auf einer Umfrage mit 110.000 Teilnehmern beruht, geben die Arbeitsämter die Zahl der Menschen an, die auf ihren Listen eingetragen sind, seit mindestens einer Woche ohne Arbeit waren und aktiv einen Job suchen. Frankreichs Staatschef François Hollande hat die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zu seinem Hauptziel erklärt.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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