Lebensmittelkrise
Kampf gegen Hunger wird teuer

Ein effektiver Kampf gegen die Hungerkrise könnte die Weltgemeinschaft sehr teuer zu stehen kommen. Regierungen und andere Geber müssten mehr als 15 Mrd. bis 20 Mrd. US-Dollar jährlich für eine ausreichende Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln aufbringen – über mehrere Jahre.

GENF. Diese Warnung machte der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, zu Beginn des Uno-Nahrungsgipfel am Dienstag in Rom. Noch aber ist völlig unklar, wer die Finanzierung der Summen stemmen soll.

Ban betonte, dass die Länder die Produktion von Lebensmitteln bis 2030 um die Hälfte steigern müssten. Anderenfalls könnten sie die wachsende Nachfrage nicht befriedigen.

Der Uno-Chef präsentierte eine Strategie, um die Lebensmittelkrise in den Griff zu bekommen: Das reicht von einer Erhöhung der humanitären Nothilfe über eine verbesserte Infrastruktur in Entwicklungsländern bis zur weitgehenden Abschaffung von Handelshemmnissen. „Wir haben eine historische Chance, die Landwirtschaft wiederzubeleben, besonders in Ländern mit niedrigen Produktivitätssteigerungen“, sagte der Uno-Chef.

Noch handelt es sich bei der Ban-Strategie um einen Katalog von Empfehlungen. Ohne sofortige Aktionen aber werde sich das Heer der knapp 900 Millionen hungernden Menschen vergrößern. Und ohne sofortiges Handeln wird die Teuerung der Nahrung - durchschnittlich über 50 Prozent im vergangenen Jahr – die wirtschaftliche Entwicklung und die politische Stabilität von immer mehr Ländern gefährden. Die Gründe für die Preisexplosion reichen von Dürren über steigende Nachfrage und Energieverteuerung bis hin zu Spekulation.

Diplomaten betonen, dass der Gipfel in Rom wahrscheinlich keine großen verpflichtende Beschlüsse bringen werde. „Und natürlich macht uns die Finanzierung des Kampfes gegen den Hunger Sorgen“, sagte ein Unterhändler. So mühen sich Uno-Organisationen, die benötigten Gelder für ihre Programme zu erhalten.

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