Lebensmittelpreise
IWF: Hungerkrise kann Kriege auslösen

Die weltweite Ernährungskrise schürt nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds die „Gefahr von Kriegen“ und droht sich dabei weiter zu verschärfen. Angezeigt sei nun eine „Umorientierung“ der Wirtschaftspolitik.

HB PARIS. Nach den Hungerrevolten in zahlreichen Ländern warnt der Internationale Währungsfonds (IWF) vor einer zunehmenden Kriegsgefahr. „Das Schlimmste liegt leider vielleicht noch vor uns“, sagte IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn am Freitag dem französischen Rundfunksender Europe-1.

„Hunderte Millionen Menschen werden betroffen sein.“ Ein „echtes Problem“ sei neben der steigenden Nachfrage und der Finanzspekulation die Produktion von Biotreibstoff.

Hungerrevolten könnten zum Sturz demokratisch gewählter Regierungen führen, selbst wenn sie manchmal nicht daran Schuld seien. Mit der Destabilisierung der Demokratie steige das Kriegsrisiko, sagte Strauss-Kahn. „Die Geschichte ist voller Kriege, die mit solchen Problemen angefangen haben.“

Eine Lösung liege im Handel. Angesichts des wachsenden Bedarfs Chinas und Indiens dürften die Industriestaaten nicht protektionistisch sein. Kurzfristig müsse das Welternährungsprogramm einspringen, während der IWF für eine Umorientierung der Wirtschaftspolitik arbeiten müsse.

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