Lebensmitttel über der Krisenregion abgeworfen
Polizisten sollen in Darfur für Sicherheit sorgen

5 000 zusätzliche Polizisten sollen in der Krisenregion Darfur für Sicherheit sorgen. Die Regierung in Khartum hat die Aufstockung der Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben angeordnet.

HB KHARTUM/NAIROBI. Es seien bereits zahlreiche neue Polizeiwachen eingerichtet worden, um die Sicherheit in der Region zu verbessern, berichtete die staatliche sudanesische Nachrichtenagentur SUNA am Dienstag. In der Region Darfur terrorisieren arabische Reiter-Milizen die schwarzafrikanische Bevölkerung.

Unterdessen haben die Vereinten Nationen mit Nahrungsmittel-Abwürfen über Darfur begonnen. Etwa 70 000 Menschen sollen während der Regenzeit aus der Luft versorgt werden, teilte das UN-Welternährungsprogramm (WFP) mit. Die Versorgung aus der Luft sei die einzige Möglichkeit, den Menschen in den betroffenen Regionen während der Regenzeit zu helfen. „Lebensmittel-Abwürfe sind stets eine teure Angelegenheit, aber in vielen Gebieten in Darfur haben wir in dieser Jahreszeit einfach keine andere Wahl“, sagte ein Helfer.

Der UN-Sondergesandte Jan Pronk hatte nach einem Treffen mit Vertretern der sudanesischen Regierung am Montag betont, dass in Darfur weiterhin Milizen und Rebellengruppen aktiv seien. „Die Lage ist sehr unsicher“, sagte Pronk. Allerdings gebe derzeit keine Hinweise, dass die Regierung die Flüchtlinge zur Rückkehr in ihre Dörfer zwinge.

Die so genannten Dschandschawid-Milizen haben mit Unterstützung der sudanesischen Armee mehr als eine Million Angehörige schwarzafrikanischer Stämme aus ihren Dörfern vertrieben. Die US- Hilfsorganisation USAID schätzt die Zahl der Toten seit Ausbruch des Konfliktes Anfang vergangenen Jahres auf etwa 80 000.

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