Letzte moralische Instanz
Annan erhält den Deutschen Medienpreis

UN-Generalssekretär Annan erhält den deutschen Medienpreis 2003. Wie kein anderer Politiker verkörpere er die Idee, nach einer friedlicheren Welt zu suchen, so die Jury.

HB Berlin. UN-Generalsekretär Kofi Annan erhält für sein politisches Engagement den deutschen Medienpreis 2003. Der Preisträger wird von einer Jury aus deutschen Chefredakteuren ausgewählt. Gewürdigt werden sollen Persönlichkeiten, die sich beispielhaft in Gesellschaft, Medien und Politik engagiert haben. Annan verkörpere «wie kein anderer Politiker den Grundgedanken der Vereinten Nationen, nach einer besser organisierten und friedlicheren Welt zu suchen», erklärte die Jury am Sonntagabend in Baden-Baden. Gerade vor dem Hintergrund des Irak-Krieges sei erneut deutlich geworden, dass Annan vielen als letzte moralische Instanz gelte. Annans Mission sei es, den armen Menschen dieser Welt zu helfen. Seine klare und einfache Sprache sorge dafür, das er gehört und verstanden werde.

«Kofi Annan ist heute einer der wichtigsten und entscheidendsten Politiker der Welt», erklärte die Jury. Die Laudatio bei der Preisverleihung im Januar wird der frühere US-Präsident Bill Clinton halten.

Bisherige Preisträger waren unter anderen Helmut Kohl (1993), François Mitterrand (1994), Izchak Rabin, Jassir Arafat (1995), Boris Jelzin (1996), König Hussein von Jordanien (1997), Nelson Mandela (1998), Bill Clinton (1999), Gerhard Schröder (2000), Rudolph Giuliani (2001) sowie die Königinnen Silvia von Schweden und Rania von Jordanien (2002).

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