Letzte Zahlung 2005
Libyen will «La Belle»-Entschädigung in Raten zahlen

Um sich einen Einfluss auf die Annäherung an die Europäische Union zu sichern, will Libyen die Entschädigung für die «La Belle»-Opfer in drei Raten zahlen.

HB BERLIN. Libyen will die Entschädigungen an die Opfer des «La Belle»-Anschlags in Raten zahlen. Damit wolle sich das Land eine Einflussmöglichkeit auf die politische Wiederannäherung an die Europäische Union offen halten, berichtet das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel».

In dem Bericht heißt es weiter, in dem «Memorandum of Understanding», das die Stiftung des libyschen Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi mit den Anwälten der Opfer aushandelte, hätten die Libyer darauf bestanden, die 35 Millionen Dollar Entschädigungen in drei Raten zu bezahlen

.

Bei Unterzeichnung des Vertrages am 3. September in der libyschen Hauptstadt Tripolis soll demnach die erste Rate von 15 Millionen Dollar überwiesen werden, Anfang Dezember dann noch einmal die gleiche Summe und im März 2005 die restlichen fünf Millionen Dollar.

Mit dem Geld will Libyen die Opfer des Anschlages auf die West-Berliner Diskothek «La Belle» im Jahr 1986 entschädigen. Damals wurden drei Menschen getötet, mehr als 200 wurden verletzt.

Die Europäische Union hatte die volle Mitgliedschaft Libyens in ihrer «Mittelmeerpartnerschaft» an eine Entschädigung gekoppelt. Bundeskanzler Gerhard Schröder will nun nach der Einigung Libyen besuchen.

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