Libanesisch-stämmiger General übernimmt Kommando
Abizaid löst US-Kommandeur Franks ab

Die US-Truppen im Irak und in Afghanistan haben einen neuen Oberbefehlshaber. Der libanesisch-stämmige General John Abizaid löste am Montag Tommy Franks als Chef des für die Golfregion zuständigen US-Zentralkommandos ab. Franks tritt nach 36 Jahren in Uniform in den Ruhestand.

HB/dpa WASHINGTON. In einer Zeremonie im Hauptquartier des Kommandos in Florida würdigte US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld die Verdienste des Scheidenden, der seine Aufgabe „brillant“ erfüllt habe. Der Pentagon-Chef bekräftigte zugleich, dass der Krieg gegen den Terrorismus auch nach der Vertreibung der Taliban in Afghanistan und des Saddam-Regimes im Irak noch lange nicht vorbei sei. Abizaid kündigte an, dass der Feldzug gegen „unsere Feinde, die Terroristen“, mit Entschlossenheit und Härte fortgesetzt werde.

Der 52-jährige neue Oberkommandierende, der Arabisch spricht, war der breiteren Öffentlichkeit durch Pressekonferenzen während des Irak-Kriegs bekannt geworden. Hier überzeugte er vor allem durch seine ruhige Art, mit der er auch auf schärfste Fragen reagierte.

Abizaid wurde in Kalifornien geboren. Seine Großeltern stammen aus dem Libanon. Er selbst studierte unter anderem in Jordanien, wo er seine Sprachkenntnisse perfektionierte. Im Laufe seiner Militärkarriere kommandierte Abizaid unter anderem die 1. Infanterie-Division in Würzburg.

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