Libanon-Einsatz
Israel bestätigt Zwischenfall mit deutscher Marine

Die isralische Armee hat einen Zwischenfall mit einem deutschen Hubschrauber bestätigt, zugleich aber den Einsatz von Waffen dementiert.

TEL AVIV. Eine Sprecherin der israelischen Armee sagte dem Handelsblatt (Donnerstagsausgabe), der Zwischenfall habe sich am Dienstag morgen vor Rosch Hanikra (auf libanesisch: Nakura), also genau vor der Grenze zwischen beiden Ländern, ereignet. Von einem Schiff der deutschen Marine sei "ohne Absprache" ein Hubschrauber aufgestiegen. Israelische Kampfflugzeuge "die ohnehin in der Luft waren", hätten sich dem Hubschrauber genähert. Der sei daraufhin abgedreht. "Es wurde keine Munition eingesetzt", sagte die Sprecherin.

Deutschland hatte vor zehn Tagen das Kommando über die UN-Seestreitkräfte vor der libanesischen Küste übernommen. Das deutsche Kontingent umfasst rund 1000 Soldaten und insgesamt acht Schiffe. Sie waren am 21. September von Wilhelmshaven aus in See gestochen. Es ist der erste bewaffnete Einsatz der Bundeswehr im Nahen Osten. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte ihn als historisch bezeichnet. Die Deutsche Marine führt als Teil der internationalen Friedenstruppe Unifil die Seestreitkräfte mehrerer Staaten an. Sie sollen Waffenschmuggel der radikalen Hisbollah vor der libanesischen Küste verhindern und so den Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah sichern. Anhaltende Raketen-Angriffe der Hisbollah auf israelisches Gebiet und die Entführung israelischer Soldaten hatten im Sommer einen dreiwöchigen Krieg ausgelöst.

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