Libanon
Entführer fordern 6000 Euro Lösegeld für zwei Deutsche

Zwei Deutsche sind im östlichem Libanon entführt worden. Ersten Angaben nach soll es sich nicht um politische sondern um finanzielle Motive handeln: Die Täter verlangen 6000 Euro Lösegeld.
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BaalbekIm Osten des Libanons sind zwei deutsche Staatsbürger entführt worden. Sie seien am Freitag im Bekaa-Tal von Bewaffneten verschleppt worden, bestätigten Vertreter der Sicherheitsbehörden einen Bericht der amtlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA. Die Entführer verlangen Lösegeld.

Die beiden Opfer seien "an einen unbekannten Ort gebracht" worden, berichtete NNA. Zuvor hätten die Entführer vergeblich versucht, bei einem Büro für Geldtransfers eine Auszahlung auf den Namen eines der Entführten zu erzwingen. Später riefen die Täter demnach einen Freund der Opfer an und forderten Lösegeld.

Ein Vertreter der Sicherheitsbehörden sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Entführer hätten offensichtlich keine politischen, sondern finanzielle Motive. Nach seinen Angaben verlangten sie 6000 Euro Lösegeld. Ein weiterer Behördenvertreter sagte AFP, die Entführten besäßen die deutsche und die libanesische Staatsbürgerschaft.

Das Bekaa-Tal gilt als Hochburg der Hisbollah-Miliz und anderer bewaffneter Gruppen. Während des libanesischen Bürgerkriegs der Jahre 1975 bis 1990 waren im Libanon mehrfach Ausländer entführt worden, seit dem Ende des Kriegs kam dies aber selten vor.

Zuletzt hatte sich im Jahr 2011 eine Gruppe estnischer Radfahrer im Libanon vier Monate lang in den Händen von Entführern befunden. Im September 2010 waren zwei polnische Touristen im Bekaa-Tal kurzzeitig von einem einflussreichen Clan entführt worden.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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