Libyen-Einsatz
Rasmussen gegen Bewaffnung von Rebellen

Der Nato-Generalsekretär wendet sich erneut gegen Pläne, die libyschen Rebellen zu bewaffnen. Der Auftrag laute eindeutig, das libysche Volk zu schützen und nicht, es zu bewaffnen.
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Brüssel/Stockholm/London Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat Waffenlieferungen an die libyschen Rebellen erneut abgelehnt. „Wir sind dort, um das libysche Volk zu schützen, nicht um Leute zu bewaffnen“, sagte er bei einem Besuch in Schwedens Hauptstadt Stockholm. Die Nato übernahm am Donnerstag offiziell das Kommando über den internationalen Militäreinsatz in Libyen.

„Das Bündnis verfügt jetzt über die Kräfte, um seinen Aufgaben in der Operation Vereinigter Beschützer (Unified Protector) nachzukommen - dem Waffenembargo, der Flugverbotszone und Handeln zum Schutz von Zivilisten und Orten“, heißt es in einer in Brüssel verbreiteten Erklärung Rasmussens.

Bereits am Mittwoch hatte die Nato mit der Übernahme des Militäreinsatzes begonnen, doch hatten die Staaten der Koalition zunächst noch nicht sämtliche militärischen Kräfte - vor allem Flugzeuge - dem Bündnis offiziell unterstellt. Dieser Vorgang wurde am Donnerstag um 08.00 Uhr (06.00 GMT) abgeschlossen, teilte Rasmussen mit.

Der Generalsekretär wiederholte, gemäß der vor rund zwei Wochen verabschiedeten UN-Resolution liege der Schwerpunkt des Einsatzes der Nato auf dem Schutz von Zivilisten und Orten.

Die libyschen Aufständischen - zuletzt auf dem Rückzug - sind militärisch weiter in einer schwierigen Lage. Am Donnerstag versuchten sie vergeblich, die Küstenstadt Brega einzunehmen, aus der sie am Vortag von den Regimetruppen vertrieben worden waren. Der Vorstoß mit mehreren Dutzend Fahrzeugen geriet in heftiges Artilleriefeuer der Gaddafi-Verbände und musste abgebrochen werden, berichtete ein BBC-Reporter aus dem Kampfgebiet.

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