Libyen-Krise: Deutsche Wirtschaft schlägt Alarm

Libyen-Krise
Deutsche Wirtschaft schlägt Alarm

Angesichts der Gewalt in Libyen werden Forderungen nach Maßnahmen der internationalen Gemeinschaft lauter. Die deutsche Wirtschaft sieht mit Sorge auf die hohen Ölpreise und fordert Konsequenzen.
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Berlin

In der deutschen Wirtschaft werden Forderungen nach Sanktionen gegen das Regime in Libyen angesichts der massiven Gewalt gegen Demonstranten unterstützt. Es sei zwar auch mit Blick auf die betroffene Bevölkerung schwierig für die Wirtschaft, Strafmaßnahmen zu unterstützen, sagte die zuständige Länderreferentin des Afrika-Vereins der Deutschen Wirtschaft, Katrin Laskowski, am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. "Aber man darf nicht zulassen, dass mit einer derartigen Gewalt gegen das eigene Volk vorgegangen wird. Das ist ein absolutes Tabu", unterstrich sie."Selbstverständlich müssen da Konsequenzen gezogen werden", ergänzte Laskowski.

Die aktuelle Lage in dem nordafrikanischen Ölstaat stelle sich für die in dem Land engagierte deutsche Wirtschaft als vollkommen undurchsichtig dar. "Wir haben auf der libyschen Seite derzeit keine Ansprechpartner." Ursprünglich sei in diesem Jahr wieder ein deutsch-libysches Wirtschaftsforum in Berlin geplant gewesen. "Aber ich wüsste nicht, wen ich auf libyscher Seite derzeit ansprechen sollte", sagte sie. Auch die mit dem Land vertrauten Experten seien sich in der Prognose uneins, wie es in Libyen weitergehe.

Die deutschen Unternehmen in Libyen haben nach Angaben des Afrika-Vereins mittlerweise die meisten ihrer Mitarbeiter aus dem Land gebracht. Noch am Morgen hätten Bundeswehrmaschinen offenbar weitere Deutsche ausgeflogen. "Ich denke, der Großteil ist jetzt zurück", sagte sie. "Es gibt aber natürlich noch ein paar Leute, die zurückgeblieben sind." Zu Schaden gekommen seien nach ihrer Kenntnis bislang keine Deutschen in Libyen. Die

Das Interesse der deutschen Wirtschaft an der Zusammenarbeit mit Libyen war nach Laskowskis Worten in den letzten Jahren beständig hoch. "Das Handelsvolumen 2009/2010 lag etwa bei 4,1 Milliarden Euro, wobei die deutschen vor allem Erdöl importiert haben", erläuterte sie. Ob und wann diese Geschäfte wieder aufgenommen werden können, sei derzeit nicht absehbar.

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