Libyen

Nato nimmt Tripolis mit Dauerbombardement in die Zange

Keine Entspannung in Libyen: Die Nato verstärkt ihre Angriffe auf Ziele in der Hauptstadt Tripolis. In der Zwischenzeit bereiten London und Paris den Einsatz von Kampfhubschraubern im Wüstenkrieg vor.
Update: 24.05.2011 - 13:07 Uhr 5 Kommentare

Schwere Angriffe gegen Gaddafi

Tripolis/BrüsselDie Nato hat ihre Luftangriffe auf Ziele in Tripolis intensiviert. Das libysche Staatsfernsehen meldete am frühen Dienstagmorgen heftigen Beschuss. Die Nato bestätigte einen Angriff auf einen Fuhrpark in der Nähe des Stützpunktes Bab al-Asisija, vom dem Nachschub an die Regime-Truppen „für weitere Angriffe gegen unschuldige Zivilisten“ gebracht worden sei. Nato-Flugzeuge hätten einen Reihe Lenkwaffen abgeschossen, teilte das Militärbündnis am frühen Morgen auf seiner Internetseite mit.

In Bab al-Asisija soll Machthaber Muammar al-Gaddafi nach Angaben der Opposition zuletzt am Sonntagabend zusammen mit Geheimdienstchef Abdullah al-Senussi gesichtet worden sein. Die Aufständischen meldeten auf ihren Websites außerdem, in Tadschura und Souk al-Dschumaa, zwei Stadtvierteln in der libyschen Hauptstadt, sei es in der Nacht zu Gefechten zwischen Gaddafi-Anhängern und Regimegegnern gekommen.

Die Nato-Mitglieder Frankreich und Großbritannien trieben unterdessen die Vorbereitungen für den Einsatz von Kampfhubschraubern in Libyen voran. Der französische Außenminister Alain Juppé bestätigte nach Angaben des französischen Fernsehens die Bereitstellung von Hubschraubern. Es soll sich um die Typen „Tiger“ und „Gazelle“ handeln. Der von französischer Seite angedeutete geplante Einsatz britischer Kampfhelikopter sei in London noch nicht offiziell bestätigt worden, berichtete der britische Sender BBC.

Französische Medien hatten gemeldet, dass der französische Hubschrauber-Träger „Tonnerre“ schon am 17. Mai in Richtung Libyen in Marsch gesetzt worden sei. Die britische Marine wollte Apache-Helikopter vom Träger „HMS Ocean“ einsetzen. Das deutete laut französischen Medien der französische Verteidigungsminister Gérard Longuet in Brüssel nach einem Gespräch mit dem britischen Staatssekretär Gerald Howarth an. Kampfhubschrauber sind für Präzisionsangriffe besser geeignet als Flugzeuge.

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5 Kommentare zu "Libyen: Nato nimmt Tripolis mit Dauerbombardement in die Zange"

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  • Na dann schauen Sie sich doch mal die Ölliefervertäge von der Demokratisch gewählten Irakischen Regierung an. Dann sehen Sie vielleicht wieviel von dem Geld im Land bleibt und in wessen Taschen der Profit wandert.

  • wer stiehlt denn das Öl? Und wem gehört es? Der Familie Gaddafi? Ein Rebellenführer hat doch das gleiche Recht das Öl zu verkaufen wie der Oberst in Tripolis, oder? Vom demokratischen Standpunkt aus zumindest hätte das Recht Öl zu verkaufen lediglich eine demokratisch gewählte Regierung. Insofern wäre schon viel erreicht, wenn unterbunden wird, dass Gaddafi wie in der Vergangenheit das Öl "stiehlt" und verkauft :-) Wie Sie der Familie des Oberst den Sieg wünschen können verstehe ich ehrlich nicht.

  • Na hoffentlich kommen dann diejenigen Leute die dort unten das Öl stehlen und deren Hintermänner auch nach Den Haag.
    Das mit Lybien geht leider für die Allierten in die Hose und das ist auch gut so.

  • Es ist schon erstaunlich, wie weit Libyen aus dem öffentlichen Interesse gerückt ist. Dabei hat sich seit einem Monat für die Bevölkerung dort nichts wesentlich verbessert. Und die E.U. hat schon eine Repräsentanz in Bengasi eingerichtet, obwohl im Westen des Landes noch kriegsähnliche Zustände herrschen.
    Ohne Bodentruppen wird sich dort auch nichts ändern. Die Hubschrauber sind schon ein erster Schritt dahin. Hoffentlich werden Gaddafi und seine Gefolgsleute nicht auch in einer Nacht- Und Nebelaktion plötzlich erschossen, sondern kommen tatsächlich vor den internationalen Gerichtshof in Den Haag!

  • Dummschwätzer

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