Libyen
USA übergeben Kommando an Nato

Die Angriffe auf Gaddafis Truppen waren als Kurzeinsatz geplant, doch schnell wurde klar: Ein schnelles Ende ist nicht in Sicht. Die Nato stellt sich auf einen 90-tägigen Einsatz ein.
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Tripolis / Brüssel Der Militäreinsatz könnte auch länger oder kürzer dauern, sagte ein Vertreter der Bündnisses am Freitag in Brüssel. Vor der Kommando-Übergabe an die Nato hat die US-Luftwaffe die Zahl ihrer Einsätze gegen Ziele in Libyen reduziert. Der Anteil von Angriffsflügen durch US-Piloten sei im Zeitraum von Donnerstagabend bis Freitagabend (MEZ) auf rund 50 gesunken und werde weiter kleiner werden, teilte das US-Verteidigungsministerium am Freitag in Washington mit. Zuletzt seien 16 Marschflugkörper vom Typ Tomahawk abgeschossen worden.

In den ersten Tagen war ein Großteil der Einsätze zur Durchsetzung der Flugverbotszone von US-Piloten geflogen worden. Die USA übergäben das Kommando derzeit schrittweise an die Nato, teilte US-Vizeadmiral William Gortney mit. Die Umsetzung des Waffenembargos zur See habe das Bündnis schon vor Tagen komplett übernommen. Die USA behielten die Aufsicht über den dritten Teil der Operation „Odyssey Dawn“ („Odyssee Morgendämmerung“), der in dem Schutz der Zivilisten in Libyen bestehe. Er könne sich aber vorstellen, dass auch hier bald die Nato die Führung übernehmen werde, sagte Gortney.

In Libyen konzentrierten sich die Kämpfe auf die strategisch wichtige Küstenstadt Adschdabija, in die auch westliche Flugzeuge eingriffen. Die Afrikanische Union, die die Militäreinsätze in Libyen abgelehnt hatte, will Verhandlungen zwischen den Rebellen und der Regierung von Machthaber Muammar Gaddafi erreichen.

Die Nato will nach Angaben ihrer Sprecherin Oana Lungescu in den kommenden Tagen über eine Ausweitung des Einsatzes über dem nordafrikanischen Land entscheiden. Das Bündnis würde dann neben der Durchsetzung der Flugverbotszone auch das Kommando über Luftangriffe auf Bodentruppen Gaddafis übernehmen. Derzeit werden diese Einsätze von einer Koalition geflogen, die von den USA, Großbritannien und Frankreich angeführt wird. Nach Angaben der US-Streitkräfte wurden innerhalb von 24 Stunden 153 Einsätze geflogen und 16 Marschflugkörper auf Ziele in Libyen abgefeuert.

Nach Nato-Angaben werden sich an der Durchsetzung der Flugverbotszone zehn Nato-Miglieder sowie die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar beteiligen. Der Einsatz soll Anfang kommender Woche beginnen. Dafür vorgesehen sind Dutzende Kampfflugzeuge, zehn bis 15 Tankflugzeuge sowie fünf bis zehn Awacs-Aufklärer. Der Bundestag beschloss am Freitag den Einsatz deutscher Soldaten in Awacs-Flugzeugen über Afghanistan. Dadurch sollen Nato-Einheiten am Hindukusch frei werden, die dann über dem Mittelmeer eingesetzt werden können.

Sarkozy kündigt politische Initiative für Libyen an

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy sagte nach dem EU-Gipfel in Brüssel, die politische Koordination des Vorgehens in Libyen bleibe auf höchster Ebene bei den an dem Einsatz beteiligten Staaten. Frankreich hat für Dienstag ein Treffen dieser Staaten in London angekündigt. Sarkozy will dann mit dem britischen Premierminister David Cameron eine politische Initiative vorbereiten. Der Konflikt sei nicht rein militärisch zu lösen, sagte Sarkozy.

Aussagen die in Bamako, der Hauptstadt des afrikanischen Staates Mali, niemand hören möchte. Hier demonstrierten tausende Menschen für Gaddafi. Vor der französischen Botschaft erschallten einige „Mörder Sarkozy“ Rufe.

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  • der Vietnam Krieg wurde schon durch die Arroganz und imperialistischen Bestrebungen der Franzosen angezettelt. Die naechste Katastrophe der franzoesischen Machtbestreben ist schon in Stein gemeisselt. Frankreich wrid jetzt alle NATO Partner einbeziehen.
    Kein NATO Land ist angegriffen worden, aber wir muessen franzoesische Grossmachtbestreben unterstuetzen.

  • Nach den 90 Tagen Luftangriffen wäre es konsequent die Bodentruppen folgen zu lassen. Um später die Kriegsschäden zu finanzieren könnte man Turmoil an Total Fina oder Agip verkaufen und die riesigen Wasservorkommen im Süden und das gerade fertig gestellte Piplinesystem, das als 8. Weltwunder gepriesen wurde, an Suez-Ondeo oder Veolia.

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