Libysche Vermittlung
Waffenruhe im Tschad vereinbart

Im Tschad haben die Regierung und eine der Rebellengruppen eine Waffenruhe ausgehandelt. Die Vereinbarung wurde am Sonntagabend in Libyen unterzeichnet. Der libysche Staatschef Muammar Gaddafi bezeugte die Zeremonie, sein Land hatte zuvor zwischen den Konfliktparteien vermittelt.

HB TRIPOLIS. Parteien des Abkommens sind der tschadische Präsident Idriss Deby und Mahamed Nour. Dessen Tschadische Vereinigte Front für Demokratischen Wandel hatte im April die Hauptstadt N'Djamena angegriffen.

Nour rief die anderen Rebellengruppen im Tschad dazu auf, sich der Friedensvereinbarung anzuschließen und ebenfalls die Waffen niederzulegen. Dem Abkommen zufolge haben sie dafür einen Monat Zeit. Binnen drei Monaten soll die Vereinbarung dann umgesetzt werden. Zu den Kernpunkten gehören eine Amnestie für die Mitglieder der Rebellenorganisation, ihre Eingliederung in die regulären Streitkräfte und die Rückkehr von Menschen, die vor den Kämpfen geflohen sind.

Der Machtkampf im Tschad hat sich seit 2004 verschärft, nachdem mit dem Export von Erdöl aus dem afrikanischen Land begonnen worden war. Seit der Intensivierung der Kämpfe im April sind mindestens 350 Menschen ums Leben gekommen.

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