Linksnationalist
Chávez zum Waffenkauf in Russland

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez geht an diesem Mittwoch erneut auf Einkauftour in Russland. Das lateinamerikanische Land plant einem Medienbericht zufolge unter anderem den Kauf von drei U-Booten. Am Donnerstag will der Linksnationalist mit Russlands Präsident Dmitri Medwedew sprechen.

HB MOSKAU. Der venezolanische Präsident Hugo Chávez wird von diesem Mittwoch an zu neuen Rüstungsgeschäften in Russland erwartet. Venezuela plane den Kauf dreier U-Boote mit Dieselantrieb, mehrerer Schützenpanzerwagen und Panzer vom Typ T-72 sowie von zehn Mi-Militärhubschraubern, meldete die Agentur Interfax am Dienstag unter Berufung auf die russische Rüstungsindustrie. Caracas wolle außerdem mehrere küstengestützte Raketenkomplexe zur Abwehr feindlicher Schiffe erwerben. Präsident Dmitri Medwedew empfängt Chávez an diesem Donnerstag, wie der Kreml mitteilte. Venezuela ist seit langem wichtiger Waffenkunde Russlands.

Der Linksnationalist und US-Gegner Chávez hatte Anfang August von der Ausrüstung mehrerer Bataillone gesprochen, ohne Zahlen zu nennen. Die Verhandlungen über den Panzerkauf laufen schon länger, gewinnen aber durch die umstrittenen Pläne für ein Militärabkommen zwischen den USA und Kolumbien an Brisanz. Es gehe nicht um Angriffe auf Kolumbien oder andere Nachbarländer, sondern um die notwendige Erneuerung der militärischen Ausrüstung, hatte Chávez erklärt.

Russland und Venezuela pflegen eine enge Militär-Kooperation. Allein zwischen 2005 und 2007 wurden Rüstungsverträge im Wert von mehr als vier Mrd. Dollar unterschrieben, darunter auch über 100 000 Kalaschnikow-Sturmgewehre.

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