+++Liveblog MH17+++ UN-Sicherheitsrat will Absturz untersuchen lassen

Der UN-Sicherheitstat hat mit einer Resolution eine internationale Untersuchung des Absturzes von Flug MH17 gefordert. Während der Westen Russland mit neuen Sanktionen droht, soll der Flugschreiber übergeben werden
Update: 21.07.2014 - 21:17 Uhr 5 Kommentare
Trümmerteil von MH17: „Bin angewidert von dem, was da passiert“.

Trümmerteil von MH17: „Bin angewidert von dem, was da passiert“.

DüsseldorfDie Lage an der Absturzstelle des vermutlich abgeschossenen Flugs MH17 bleibt auch am Montag unübersichtlich. Unfall-Experten sind in der ostukrainischen Stadt Donezk eingetroffen. Die Rebellen sichern freies Geleit zu, doch es gibt Berichte über massive Behinderungen der Rettungskräfte und über das Verschwinden von Beweisen. Der Westen den Druck auf Russland erhöht, auf die Separatisten einzuwirken. Obama fordert Putin auf, für die Sicherheit der Ermittler zu sorgen. Die Entwicklungen im Liveblog.

+++ Sicherheitsrat stimmt für unabhängige Untersuchung von MH17-Absturz +++
Der UN-Sicherheitsrat hat per Resolution eine unabhängige Untersuchung des mutmaßlichen Abschusses einer Passagiermaschine über der Ostukraine gefordert. Alle 15 Mitglieder des Gremiums stimmten dem Papier bei einer kurzfristig einberufenen Sitzung am Montag in New York zu.

+++ Rebellen wollen noch am Montag Flugschreiber übergeben +++

Die Rebellen in der Ostukraine wollen nach Angaben der malaysischen Regierung noch am Montag die Flugschreiber der abgestürzten Passagiermaschine an die Ermittler übergeben. Darauf habe er sich mit den Anführern der Separatisten geeinigt, teilte Ministerpräsident Najib Razak mit. Die Aufständischen hätten ihm auch „sicheren Zugang“ zum Absturzort zugesichert.

+++ Obama sieht Verantwortung für Untersuchung bei Putin +++

„Wir müssen sicherstellen, dass die Wahrheit herauskommt“, sagte Obama am Montag in Washington. Die Experten müssten ungehindert ihrer Arbeit nachgehen können, doch die von Russland unterstützten Separatisten würden Beweise von der Absturzstelle entfernen. „Was genau wollen sie verbergen?“, fragte Obama. Die teils sorglose Entfernung von Leichen sei eine Beleidigung an die Angehörigen.
Russlands Präsidenten Wladimir Putin rief er dazu auf, die Separatisten davon abzuhalten, die Untersuchung zu behindern. Putin habe einen „direkten Einfluss“ auf die Separatisten, die von russischer Seite trainiert und bewaffnet worden seien. „Die Bürde liegt bei Russland“, sagte Obama. „Die Separatisten und die russischen Sponsoren sind verantwortlich für die Sicherheit der Ermittler.“

+++ Ukraine wirft Rebellen Manipulation des Flugschreibers vor +++

Der stellvertretende ukrainische Ministerpräsident Wolodimir Groisman sagt, er hat Informationen, dass die Flugschreiber der abgestürzten malaysischen Verkehrsmaschine in den Händen der Rebellen sind und von ihnen manipuliert wurden.

+++ Cameron droht Moskau mit schäferen Sanktionen +++

Der britischer Premierminister David Cameron fordert, harte Wirtschaftssanktionen gegen Russland in Erwägung zu ziehen, sollte die Regierung in Moskau ihre Haltung im Ukraine-Konflikt nicht ändern. Russland könne nicht erwarten, Zugang zu Märkten, Kapital und Technologie in Europa zu bekommen, solange es den Konflikt in der Ukraine anheize. Ziel von Sanktionen sollten insbesondere "die Kumpane und Oligarchen" im Umfeld des russischen Präsidenten Wladimir Putin sein. Auch sollte kein EU-Land mehr Rüstungsgüter an Russland verkaufen.

+++Ukrainische Regierung: Leichen sollen nach Charkiw gebracht werden+++

Die ukrainische Regierung kündigt an, dass die Leichen der Absturzopfer in die nicht von Separatisten kontrollierte Stadt Charkiw gebracht werden.

+++Russland bestreitet Lieferung von Luftabwehrsystem an Rebellen+++
Die russische Regierung hat erneut jede Verwicklung in den Absturz der malaysischen Passagiermaschine zurückgewiesen. Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte am Montag, Russland habe den Separatisten in der Ostukraine weder Luftabwehrraketen vom Typ SA-11 BUK noch irgendwelche anderen Waffen geliefert. Vielmehr habe sich ein ukrainisches Militärflugzeug der Passagiermaschine bis auf 3,5 Kilometer genähert. Das müsse die Regierung in Kiew erklären. Russische Überwachungssysteme hätten auch keinen Raketenstart entlang der Flugroute des Passagierflugzeuges registriert. Sollten die USA über Satellitenaufnahmen verfügen, sollten sie diese Russland zur Verfügung stellen.

+++Ukrainischer Kampfjet war nahe Unglücksflugzeug+++
Russland weist erneut jede Verwicklung in den Absturz der malaysischen Passagiermaschine zurück. Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärt, Russland habe den Separatisten in der Ostukraine weder Luftabwehrraketen vom Typ SA-11 BUK noch irgendwelche anderen Waffen geliefert. Vielmehr habe sich ein ukrainisches Militärflugzeug der Passagiermaschine bis auf 3,5 Kilometer genähert. Das müsse die Regierung in Kiew erklären. Russische Überwachungssysteme hätten auch keinen Raketenstart entlang der Flugroute des Passagierflugzeuges registriert. Sollten die USA über Satellitenaufnahmen verfügen, sollten sie diese Russland zur Verfügung stellen.

+++Niederländisches Königspaar trifft Angehörige +++
Das niederländische Königspaar ist mit Angehörigen von Opfern des Flugzeugabsturzes in der Ostukraine zusammengetroffen. Bei dem Treffen in Nieuwegein bei Utrecht am Montag waren keine Medienvertreter zugelassen. Auch Ministerpräsident Mark Rutte und andere Mitglieder der Regierung waren bei der Begegnung dabei.

Malaysia bietet Opfern Soforthilfe an
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5 Kommentare zu "+++Liveblog MH17+++: UN-Sicherheitsrat will Absturz untersuchen lassen"

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  • Wie war das mit den „untrügliche Beweise“ der VSA ? War da nicht was mit Irak genauso "untrüglich" ?

    Es haben sich Augenzeugen gemeldet dass ein Militärjet den Flieger abgeschossen hat und auch Fluglotsen.

    Wo sind die Radaraufzeichnungen und die Kommunikationsprotokolle geblieben ? Braucht man so lange um die auch noch zu fälschen ? Oder wurden sie schon versehentlich gelöscht ?

    Abartig was in den MSM als Beweise gelten und wie schnell man Schuldige gefunden hat obwohl keinerlei Untersuchungen durchgeführt wurden geschweige denn Ergebnisse vorliegen.

  • Beonsders erbärmlich:
    Die "Experten" werden nach Kiev geschickt, nicht zur Abschußstelle, und dann kritisiert man Rußland.

    Wieso vernimmt man nichts seitens des Friedensnobelreosträgers, Cameron, Hollande, IM Erika, daß der Flugfunkverkehr von der ukrainischen Putschregierung kassiert wurde?

    Würde da klar werden, wieso der Flieger von Kiev 200 km nach Norden umdirigiert wurde?

    Und wieso hört man keinen Mucks, daß die ukrainische Armee heute in Donetsk angreift?!

    Wie verlogen muß man eigentlich sein, den Separatisten Vorwürfe zu machen, während man alles ignoriert, was die ukrainische Putschregierung tut?

  • 400 Söldner der USA in der Ukraine


    Seit Wochen gibt es Berichte in diversen Medien, wonach die USA möglicherweise bis zu 400 Söldner gegen russisch-stämmige Bürger im Osten der Ukraine im Einsatz haben könnten.
    +++++++++++++++++++++++++++++

    Kriegstreiber am Werk.


  • Tragisch bleibt der Abschuss und die vielen vielen unschuldigen Opfer!!! R.I.P.
    Dass diese nun politisch instrumentalisiert werden, um Russland weiter zu isolieren ist erschreckend.
    Selbst wenn die Rakete russischer Bauart gewesen sein sollte, diese Waffen werden auch von der ukrainischen Armee verwendet. Selbst wenn die Separatisten den Abschuss zu verantworten haben, von einer vorsätzlichen Massnahme ist wohl eher nicht auszugehen, sondern dann von einer tragischen Verwechslung.

    Bleibt nach wie vor die Frage, warum ein ziviles Flugzeug durch ein stark umkämpftes Kriegsgebiet fliegt. Das ist zumindest grob fahrlässig.
    In den Leitmedien wird das aber nicht weiter thematisiert, sondern stattdessen wird alles und jedes zur Image-Schädigung Russlands eingesetzt, vor allem die BILD Zeitung zeigt hier mal wieder ihr wahres Gesicht, das ist nichts anderes als widerlichster Journalismus auf Kosten der Toten.
    Ob Aufräum- und Sciherungsarbeiten in der Ukraine ohne Bürgerkrieg geordneter ablaufen würden bleibt reine Spekulation, in dem Land hat auch schon vorher wenig funktioniert.

    Aber das "Beste": Die ukrainische Armee fährt zeitgleich und im Schatten der Flugzeug-Katastrophe und von den Medien weitgehend unkommentiert eine Offensive gegen die Metropole Donezk. Das ist so ziemlich das Gegenteil von eine Waffenruhe ... die man ja eigentlich gefordert hat.

    Ob man will oder nicht, es zwingt sich der Gedanke auf, dass hier ein sehr intensiver und dreckiger Interessenkonflikt fremder Mächte auf ukrainischem Boden weiter brutal befeuert wird. Und Putin ist da nur die eine Seite der Medaille ...

  • "Sanktionieren tut sie tatsächlich aber die Deutschen Firmen und damit unsere ARBRITSPLÄTZE !"

    So wie sich Putin verhält ist man gut beraten doch etwas mehr Abstand zu ihm zu halten, meinst Du nicht? Wir können als Europäer das Risiko nicht eingehen, dass er aus niederen Beweggründen noch mehr Menschenleben aufs Spiel setzt.

    Es stimmt, Sanktionen können Arbeitspläzte kosten, aber sie können vor dem Hintergrund von Putins skrupellosen und unverfrohrenen Vorgehen auch Menschenleben schützen.

    Arbeitsplätze kann man wieder herstellen, Menschenleben jedoch nicht. Insofern bleibt uns gar keine Wahl.

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