Die USA warfen dem Iran vor, die Forderungen der internationalen Gemeinschaft weiter zu missachten. Die Regierung in Teheran gebe ihre Antworten auf die Fragen zu ihrem Atomprogramm nach wie vor nur unvollständig, sagte Sean McCormack, Sprecher des US-Außenministeriums. Auch Großbritannien forderte den Iran auf, alle offenen Fragen rückhaltlos zu beantworten. Dies sei die Voraussetzung dafür, internationales Vertrauen zurückzugewinnen, erklärte das Außenministerium in London.
Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad betonte dagegen, der Bericht zeige, dass sein Land immer die Wahrheit über sein Atomprogramm gesagt habe. Die Welt werde erkennen, dass der Widerstand der iranischen Nationen gegen die internationalen Forderungen richtig gewesen sei. „Der Bericht sagt klar, dass die meisten Probleme beseitigt sind“, sagte auch Said Dschalili, der jüngst ernannte neue Chefunterhändler. Es gebe keine legale Grundlage für eine weitere Behandlung des Falls im Uno-Sicherheitsrat, erklärte Mohammed Saidi, Vize-Direktor der Iranischen Atomenergieorganisation.
Die fünf Veto-Mächte des Sicherheitsrats und Deutschland wollen in den kommenden Wochen über ihr weiteres Vorgehen in dem Konflikt beraten. Wie Großbritannien drängen auch die USA und Frankreich auf erneute Sanktionen, um den Iran zum Einlenken zu bringen. China und Russland lehnen dies ab.


